Bei einer Tagung in Tragwein präsentierten Oberösterreichs Leader-Manager ihre herausragendsten Vorhaben. In 24 regionalen Büros werden allein dieses Jahr 1100 Projekte in Angriff genommen. Etwa die Attersee-Bädercard, die den Eintritt für alle sechs Strandbäder vereinheitlicht.
Der 2007 begonnene Aufbau der Regionalbüros ist abgeschlossen. Während das Land die Personalkosten trägt, kommen die Projektmittel zu 50 Prozent aus Brüssel. Den Rest teilen sich Bund, Land und Gemeinden. Letztere befüllen den Leader-Topf mit 1,50 bis drei Euro je Einwohner.
Seit 2007 wurden 59 Millionen Euro für die Stärkung des ländlichen Raumes lockergemacht. Bis 2013 stehen 24 weitere Millionen zur Verfügung. Ab 2013 ändert die EU ihr Förderszenario, jüngere Beitrittsländer werden bevorzugt: „Österreich hat zuletzt 4,4 Prozent der ländlichen Entwicklungsmittel abgeschöpft. Das ist das Doppelte von dem, was uns eigentlich zusteht“, sagt Wolfgang Löberbauer von der Agrarabteilung des Landes. Daher soll die Zahl der Regional-Büros verringert werden. Der politische Lenkungsausschuss im Land empfahl eine Reduktion von 24 auf 19.
Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) verwies in Tragwein auf die Wertschöpfung durch die Lea-der-Projekte. 150 Investitionsmillionen wurden dadurch aktiviert und seit 2007 zirka 400 Arbeitsplätze geschaffen.
Was ist Leader?
Leader kommt aus dem Französischen (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) und heißt frei übersetzt eine Verbindung herstellen zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.
Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 innovative Projekte im ländlichen Raum unterstützt werden.
Leader fördert Maßnahmen, die den größten Nutzen für die Region, die Gemeinden und deren Bewohner erzielen sollen.
Das Budget der Leader-Projekte (2007 bis 2013) beläuft sich europaweit auf zirka 14 Milliarden Euro.
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