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Oberösterreich

„Schüsse und Rauchschwaden“ in Maputo

MAPUTO/LINZ. Wegen sozialer Unruhen in Maputo, der Hauptstadt des südostafrikanischen Staates Mosambik, wird die Situation immer kritischer. Mittendrin der Linzer Berufschullehrer Wolfgang Rahn (54). Er hofft, die abgeriegelte Stadt am Wochenende verlassen zu können.

Der abenteuerlustige Lehrer hat einen steinigen Reiseweg gewählt. Sein Plan ist, Afrika von Süden nach Norden – allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln – zu durchqueren.

Die Unruhen in Maputo begannen am Mittwoch. Auslöser sind steigende Strom- und Lebensmittelpreise. Einen Tag zuvor war der Linzer von Swasiland nach Mosambik gelangt. Seither sitzt er in der Hauptstadt fest. „Momentan ist es relativ ruhig“, sagte der 54-Jährige gestern Mittag am Telefon. Die Demonstranten hätten aber weitere Proteste angekündigt. „Sehr viele Geschäfte und Banken sind momentan geschlossen. Die Versorgung ist aber sichergestellt“, sagte der Berufsschullehrer.

Mittlerweile gelang es ihm, Kontakt zur österreichischen Botschaft in Simbabwe herzustellen. „Derzeit sind immer noch alle Ausfahrtsstraßen von Maputo gesperrt“, sagt Rahn. Er hofft dennoch, die Stadt noch an diesem Wochenende verlassen zu können. „Auf dem Land sollte es jedenfalls um einiges ruhiger sein als in der Stadt.“ Am ersten Tag der Unruhen kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. „Ich habe Schüsse gehört und immer wieder Rauchschwaden aufsteigen gesehen“, sagt der Linzer.

„Ich bleibe solange in meinem Hotel, das sich in einer relativ sicheren Gegend befindet“, sagt Rahn. Derzeit sei auch der Weg zum Flughafen wegen Straßenblockaden nur schwer erreichbar. (staro)

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Artikel 04. September 2010 - 00:04 Uhr
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Ausgangspunkt der Reise des Linzers Wolfgang Rahn war Südafrika. Jetzt sitzt er in Mosambik fest.  Bild: privat

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