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Oberösterreich

Kremsmünster: Pater soll Selbstmord mit Pumpgun angedroht haben

KREMSMÜNSTER. Nach dem OÖN-Exklusivbericht über den illegalen Besitz einer Pumpgun im Stift Kremsmünster wurden neue Details bekannt: Pater A. soll zudem einem Missbrauchsopfer rund 300.000 Schilling bezahlt und gedroht haben, sich im Falle einer Anzeige zu erschießen.

Nach den Ermittlungen des Landeskriminalamtes habe der frühere Zögling des Stifts damit seine Psychotherapie finanziert. Der heute 77-jährige, inzwischen suspendierte Pater A. soll dem Opfer mit Selbstmord gedroht haben, falls die gewalttätigen Übergriffe bekannt werden würden. Er werde sich mit seiner Pumpgun erschießen, soll der Mönch angekündigt haben.

Die illegale Waffe wurde beschlagnahmt. Dem Pater droht damit neben einer möglichen Anklage wegen sexuellen Missbrauchs auch eine wegen verbotenenen Waffenbesitzes. „Die Strafdrohung dafür beträgt bis zu einem Jahr Haft,“ sagt dazu der Linzer Polizeijurist Alexander Niederwimmer.

Der Abt des Stiftes, Ambros Ebhart, wollte die Ermittlungsergebnisse gestern nur indirekt bestätigen. Er habe schon „einmal etwas davon gehört“, dass eine „Summe“ gezahlt worden sei, sagte er. Das Stift habe aber sicher nichts gezahlt, „wenn, dann Pater A. selbst“.

Zu möglichen Selbstmorddrohungen wollte sich Abt Ambros nicht näher äußern. „Ich denke nicht, dass er mit Selbstmord gedroht hat. Aber man kann nichts ausschließen. Es mag schon sein, dass man solche Gedanken hat.“ Die Pumpgun habe der Geistliche von „jemandem zur Aufbewahrung“ bekommen. Danach dürfte sie in den Besitz des Paters übergegangen sein. Dass Pater A. jemals mit der Waffe geschossen habe, glaube er nicht, sagte Abt Ambros.

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Diese Behauptung stimmt keineswegs, · von pinha22 (104) · 04.09.2010 21:32 Uhr

Wer soll in Altenburg sein? Davon habe ich bisher nichts gehört und wenn es stimmen sollte: was ist daran verwerflich, einen Ortswechsel vorzunehmen und bestimmte Ordensmitglieder vorübergehend in einem anderen Kloster Aufenthalt nehmen zu lassen?
Immerhin gibt es keine Vorschrift, die es verbietet, ein anderes Kloster als Gast zu besuchen. Vielleicht bringt eine andere Umgebung den Einen oder Anderen zum Nachdenken und zu einer bisher nicht gehabten Einsicht, was ja kein Schaden wäre.

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Wir lügt hier? · von FreunddesKlosters (1) · 04.09.2010 17:58 Uhr

Lt. Kremsmünster Aktuell wurde die Pumpgun bei keine Hausdurchsuchung, sondern sie ist bereits im März abgegeben worden! Was stimmt jetzt?

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Die Sache ist aus einigen Gründen mehr als... · von pinha22 (104) · 04.09.2010 14:28 Uhr

1. Ein Pater hat doch nicht die Aufgabe, eine Pumgun aufzubewahren. Wenn ihm jemand so eine Waffe "zur Aufbewahrung übergeben hat", dann hätte er diese sofort der Polizei weiterreichen müssen. In einem Internat (der Pater A. war viele Jahre Konviktsdirektor) oder im Konvent hat so ein Schießeisen NICHTS ZU SUCHEN!
2. Woher hat Pater A. diese hohe Geldsumme von S 300.000,- ? Er hatte doch kein hohes Einkommen, er hat das Armutsgelübde - da bleibt vieles offen.
3. Wie konnte so ein komischer Typ, der eine gefährliche Waffe bei sich versteckt, Geld auf unklare Weise in einen Besitz bringt, Kinder gewalttätig und sexuell mißbraucht - wie konnte so jemand viele Jahre ein Konvikt leiten und niemand will seine Untaten bemerkt haben?!?!? Das ist doch unfaßbar und zeigt die Oberflächlichkeit, die dort geherrscht hat.
4. Wie ist das mit dem Status eines Priesters UND Ordensmannes zu vereinbaren ?
Resumée: das ist erschütternd und zerstört die Glaubwürdigkeit der Kirche weiterhin.

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Artikel 04. September 2010 - 00:04 Uhr
Von Gerhild Niedoba
Bild vergrößern Kremsmünster: Pater soll Selbstmord mit Pumpgun angedroht haben

Ein Missbrauchsopfer soll von einem verdächtigen Pater des Stiftes Kremsmünster rund 300.000 Schilling erhalten haben.  Bild: Weihbold

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