
Seit Jahrzehnten war der 67-jährige Horst Wagener aus Leonding begeisterter Flieger und Fluglehrer. Er galt als ausgesprochen professionell und erfahren und war sogar als Prüfer für die Berufspiloten im Einsatz. In Fliegerkreisen kann man sich daher nicht vorstellen, dass ihm ein Fehler unterlaufen ist.
Wagener und sein 20-jähriger Schüler aus Ampass in Tirol waren, wie berichtet, am Donnerstag um 14.30 Uhr in Hörsching zu ihrem Prüfungsflug gestartet.
Möglicherweise wollten die beiden am Flugplatz in Hirschbach eine Zwischenlandung üben, doch das zweimotorige Leichtflugzeug raste in eine angrenzende Böschung und ging sofort in Flammen auf, nur wenige Meter vom Gasthaus Danzinger entfernt. „Es hat einen großen Knall gegeben, wir sind aus dem Gasthaus gelaufen, konnten aber durch das Feuer und die Hitze nicht zur Maschine“, sagte ein Augenzeuge.
Die Ermittlungen zur Absturzursache gestalten sich schwierig: Die Flugunfalluntersuchungskommissione führt die Erhebungen an der Absturzstelle durch und untersucht die noch vorhandenen Teile der völlig zerstörten Maschine. „Das kann bis zu einem halben Jahr dauern“, sagte Hermann Feldbacher von der Sicherheitsdirektion.
Wer welche Leiche ist, muss die Gerichtsmedizin über die Zähne der Opfer klären. Es wurden dazu die Zahnärzte der Verstorbenen kontaktiert, jener des 20-Jährigen befindet sich aber derzeit auf Urlaub.
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