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Oberösterreich

Serie geklärt: Tankstellenräuber beging sechs Überfälle

SATTLEDT. Jener Tankstellenräuber, der am Montag in Sattledt eine 16-jährige Mopedlenkerin als Geisel genommen hatte, ist auch für fünf weitere Überfälle verantwortlich. Der 26-Jährige gestand, mit der Beute seine Heroinsucht finanziert zu haben.

Wie berichtet, wurde der Arbeiter aus Kremsmünster am Montagnachmittag von der Polizei gestellt, nachdem er die BP-Tankstelle in der Hauptstraße in Sattledt überfallen hatte. Dabei stellten die Polizisten Bekleidung, Maskierung, Waffe und Beute sicher.

Sechs Überfälle geklärt

Bei den Einvernahmen konnten die Polizisten letztlich mehrere Überfälle auf Tankstellen in den Bezirken Wels-Land und Kirchdorf aufklären. So soll der 26-Jährige am 26. Juli die BP-Tankstelle in Sattledt überfallen und die Kassiererin mit einem spitzen Stein bedroht haben.

Am 15. August schlug der Täter in der Tankstelle „PINK“ in Steinhaus bei Wels zu. Weniger erfolgreich war er am Abend des selben Tages, als er mit einer Gaspistole bewaffnet versuchte, jene Tankstelle in Sattledt zu überfallen, die er auch Montagnachmittag heimsuchte. Er flüchtete, weil die Tankwartin den Spieß umdrehte und ihn mit einem Messer bedrohte: „Hau ab oder ich stech dich ab“.

Geklärt sind weiters der Überfall auf die Tankstelle Kremsmünster am 16.August und der versuchte Raub in der BP-Tankstelle unweit der Autobahnauffahrt (Kleeblatt) in Sattledt am 22.August.

Heroinabhängig

Der Heroinsüchtige gab an, mit dem Geld seine Drogensucht finanziert zu haben. Obwohl er einen Arbeitsplatz habe und über ein regelmäßiges Einkommen verfüge, dürfte das Geld nicht zur Finanzierung seiner Sucht ausgereicht haben. Deshalb soll er die Überfälle verübt haben, wie er laut Polizei in seinem Geständnis als Motiv genannt hat. Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Wels gebracht.

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Beschaffungskriminalität und Alternativen · von cold_wrath (771) · 24.08.2010 18:00 Uhr

Und wieder einmal ein trauriges Beispiel der Beschaffungskriminalität. Wäre es nicht bei weitem billiger, anerkannt (eh klar !) Süchtigen den notwendigen "Stoff" - samt sauberer Spritzen - ja, auf Staatskosten in der Apotheke zu geben ? Standardisierte Qualität, verläßliche Verfügbarkeit - die Süchtigen haben keinen Beschaffungsdruck mehr und können trotz Sucht vielleicht wieder arbeiten, der Dealer verdient nix mehr, die Polizei hat weniger zu tun.
Die Substitutionstherapien (Substitol etc.) helfen ja offenbar eh nix.
Aber jetzt kommt sicher wieder das Totschlagargument "Haschtrafik"....

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Genau, die Substitol-Dealer ... · von stoeffoe (9476) · 24.08.2010 18:47 Uhr

... hätten sicher eine Freud damit.
Bei Apotheken-Heroin wär die Gewinnspanne ja viel größer ...

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bitte ein bisserl weiterdenken · von cold_wrath (771) · 24.08.2010 19:05 Uhr

Warum sollte ein Süchtiger Heroin beim Dealer kaufen, wenn er seinen Stoff ohnedies verläßlich und kostenlos in der Apotheke kriegt ? Warum sollte er dafür Überfälle begehen ??

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Artikel 24. August 2010 - 15:38 Uhr
nachrichten.at
Bild vergrößern Vermummter Tankstellenräuber bedrohte Opfer mit spitzem Stein

Bild: polizei

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