Sie braucht ihn auch heuer wieder, den Kick, das härteste Radrennen Europas zu bestreiten. Im Vorjahr hatte sich Extremradlerin Rosi Hofmann zwei Stunden vor dem Start dazu entschlossen teilzunehmen, weil in einem Viererteam ein Radfahrer ausgefallen war.
Gestern fiel am Schärdinger Stadtplatz zum zweiten Mal der Startschuss für das Race Around Austria mit 2160 Kilometern und 28.760 Höhenmetern. Diesmal bildet die Esternbergerin mit Mitstreiter Dirk Ehling ein Zweierteam, das von fünf Betreuern gecoacht, begleitet und aufgepäppelt wird. „Ich denke, es wird doch um einiges härter als im Viererteam. Doch Dirk ist topfit und guter Dinge“, sagte Hofmann kurz vor dem Start.
Sie weiß aus Erfahrung, dass beim Rennen persönliche Grenzen durchstoßen, Nudeln aus Eimern gegessen werden und „man so geschlaucht ist, dass man nur mehr weiße Mäuse sieht“. Um nervös zu werden, fehlte der Innviertlerin die Zeit, sie wollte vor dem Rennen möglichst viel mit ihrer kleinen Tochter Hannah unternehmen, die letztendlich auch der Antrieb ist, möglichst rasch wieder zu Hause anzukommen. Und auch im Job musste sie Sonderschichten einlegen, um für das Rennen freizubekommen.
„Zur Vorbereitung bin ich an einem Tag von Garmisch nach Riva del Garda gefahren, 320 Kilometer und 6000 Höhenmeter. Es war extrem heiß und es gab nur Gegenwind. Wäre es nicht eine Benefizaktion für schwerkranke Kinder gewesen, hätte ich wohl aufgegeben. Zu wenig Flüssigkeit und Salz, ziemlich heftig waren da die Auswirkungen auf den Körper. Da hab’ ich viel dazugelernt.“
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