Er sei nicht mehr an der Arbeit interessiert – das stand sinngemäß in der schriftlich verfassten Kündigung, die an die Firma des Mannes geschickt wurde. „Die Kündigung wurde per E-Mail versendet“, sagt der Linzer Polizeisprecher Alexander Niederwimmer.
Autorin der Kündigung soll seine Ex-Freundin sein, die pädophile Inhalte auf der facebook-Seite des Linzers verfasst haben dürfte. Die OÖNachrichten berichteten. Laut den Ermittlern konnte der Arbeitgeber des Betroffenen überzeugt werden, dass es sich um keine gewollte Kündigung gehandelt hat. Die junge Frau dürfte dabei unter dem Namen ihres Ex-Freundes verschiedene E-Mail-Adressen angelegt haben.
Der Mann hatte – noch vor dem Auftauchen der verdächtigen facebook-Einträge – seine Ex-Freundin wegen beharrlicher Verfolgung bei der Polizei angezeigt.
Drohbotschaften per E-Mail
Die junge Frau soll ihren 31-jährigen Ex-Freund nicht nur im Internet als Pädophilen dargestellt haben, sondern dürfte auch Droh-E-Mails an seine Verwandten und Bekannten verfasst haben – unter anderem an die Schwester des Opfers. In den vergangenen Tagen verdächtigten viele empörte facebook-User den Mann des Kindesmissbrauchs. Der Linzer dürfte aber nicht einmal einen Computer besitzen. Der 31-jährige Mann wohnt bei seinen Eltern. Der Online-Terror und das damit verbundene Misstrauen in der Öffentlichkeit führten gestern dazu, dass der Mann einen Nervenzusammenbruch erlitt.
Obwohl nun öffentlich wurde, dass nicht er, sondern seine Ex-Freundin für die pädophilen Aussagen verantwortlich sein dürfte, misstrauen immer noch viele Menschen dem mutmaßlichen Verleumdungsopfer.
Verdächtige nicht erschienen
Die verdächtige Frau wurde gestern von der Polizei zu einer Einvernahme geladen. Sie ist bisher nicht erschienen. Die Linzerin ist bereits polizeibekannt. „Sie ist aber momentan für uns nicht greifbar“, sagt Alexander Niederwimmer. Die Verdächtige dürfte sich derzeit bei Freunden aufhalten. Die Polizei ist auf der Suche nach der Arbeitslosen. Die Exekutive muss nun prüfen, ob das im Internet abgelegte Geständnis echt ist und tatsächlich von der Verdächtigen stammt.
Das gefälschte facebook-Profil des Verleumdungsopfers mit den pädophilen Einträgen sowie jenes der jungen Verdächtigen wurden gestern gelöscht. Am Mittwoch registrierte sich die 19-Jährige erneut bei der Internet-Plattform.
angeblich intelligente personen
öffnen ihre privatsphäre
gut, mir wurscht, wenn das solche effen sind
kommt ein Mann sofort monatelang ins Gefängnis.
Frauen haben immer und überall die Nachsicht und passieren tut ihnen dann auch nichts.
Allgemeines Mitleid ist ihnen sicher und die bösen sind immer nur die Männer.
Das nennt sich Rechtsstaat.
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