„Um Mitternacht bin ich aufgewacht und dachte zuerst es brennt bei uns. Dann habe ich am Gang nachgeschaut. Durch ein kleines Loch in der Türe der Nachbarwohnung habe ich Qualm gesehen“, sagt Elvira Matausch (67). Minutenlang hat die Pensionistin beim alleinstehenden Nachbarn im achten Stock eines 13-stöckigen Hochhauses in Leonding Sturm geläutet. Vergeblich. Danach alarmierte sie die Feuerwehr und Nachbarin Berta Höller (76), die einen Zweitschlüssel besitzt. Mit nassen Handtüchern vor dem Gesicht suchten die beiden den Mann in seiner Wohnung. „Wir haben keine zwei Meter weit gesehen“, sagt Matausch. Höller nahm die stark rauchende Pfanne vom Herd und brachte sie ins Stiegenhaus noch bevor die Feuerwehr eintraf. Den Pensionisten konnten sie nicht finden. Aus Angst eine Rauchgasvergiftung zu erleiden, verließen die beiden die Wohnung wieder. „Plötzlich ist der Mann neben uns gestanden. Er war verwundert.“
Franz Bäck, Einsatzleiter der Feuerwehr Leonding, bestätigt den OÖNachrichten, dass sich Hauser zum Zeitpunkt des Brandes in der Wohnung befand. „Er hat großes Glück gehabt. Rund um den Brandherd war eine Menge leicht brennbares Material. Ohne die Nachbarinnen wäre es schlimm für ihn ausgegangen.“ Hauser kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Die 52 Mieter konnten in ihren Wohnungen bleiben. Der Brand wurde innerhalb einer halben Stunde gelöscht. Insgesamt waren 48 Helfer der Feuerwehren Leonding, Hart und Rufling im Einsatz.
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