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Oberösterreich

Ein Drittel aller Schulen wird in den Ferien saniert oder umgebaut

LINZ. Bis 2015 müssen alle Schulgebäude barrierefrei sein: Rampen für Rollstuhlfahrer, Baumaßnahmen für Sehbehinderte sowie Lifte sind dann per Gesetz vorgeschrieben. Jetzt wird in den Sommerferien gehämmert und gestemmt.

Rund 20 der insgesamt 84 oberösterreichischen Bundesschulen sind bereits barrierefrei. „Bis Jahresende sollen noch einmal acht Schulen dazukommen“, sagt Walter Hartl, von der Abteilung Schulbau des Landesschulrates. Die Baustellen seien „terminkritisch“. „Wichtig ist, dass die Arbeiten bis Schulbeginn abgeschlossen sind – die Schüler haben ja kein Ausweichquartier“, sagt Hartl der schon kommende Woche den neuen Turnsaal des Peuerbachgymnasiums übergeben wird. Sorgen, dass er und seine Kollegen nicht fertig werden, macht er sich nicht.

Schul-Großbaustellen seien unter anderem das Bundesschulzentrum Grieskirchen, das im Februar fertig wird, sowie eine weitere Sanierungsetappe im Schulzentrum Traun. Die Schule der Zukunft sieht Hartl architektonisch mit mehr Freiräumen. „Der Schulbau hält sich dabei aber an gewisse österreichische Baunormen, eine Expertenjury entscheidet dann üblicherweise über die besten Projekte.“

Einen völlig neuen Ansatz zum Thema Schularchitektur hat die Plattform Schulumbau, gefördert vom Steyrer Impulszentrum für Kooperatives Offenes Lernen. „Schaut man sich Schulen in Skandinavien an, so zeigt sich ein völlig anderes Bild einer Schule“, sagt der Steyrer Georg Neuhauser. Er spricht von hotelähnlichen Empfangshallen, Dauerausstellungen von namhaften Künstlern in schulischer Wohnzimmeratmosphäre. Vergleichbare Beispiele gebe es in ganz Österreich nicht.

„Beim Neubau kostet das skandinavische Schulmodell nicht mehr als ein konventionelles. Ist ja egal, ob ich eine Wand weiß oder quietschgrün streiche.“ So seien gerade wegen der offenen Architektur Schulen im Norden Abends für öffentliche Veranstaltungen zugänglich. „Künstler haben daher großes Interesse daran, in den Bildungsanstalten ihre Werke auszustellen.“

Neueste Studien würden zeigen, dass es in Räumen, wo auf Qualität Rücksicht genommen werde, auch keine Zerstörung gebe. „Besonders offene Lernformen erfordern offene Schularchitektur“, sagt Christian Kühn, Universitätsprofessor am Institut für Gebäudelehre an der TU Wien. Warum es in Österreich noch kein realisiertes Projekt gibt? „Weil es von Seiten der Pädagogik nicht gewünscht ist“, sagt Kühn.

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?? · von hw007 (513) · 19.08.2010 15:46 Uhr

"..Bis 2015 müssen alle Schulgebäude barrierefrei sein: ..., Baumaßnahmen für Sehbehinderte ... sind dann per Gesetz vorgeschrieben.."

bitte für was soll das gut sein?

(0)
Artikel 19. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Christina Tropper
Bild vergrößern Ein Drittel aller Schulen wird in den Ferien saniert oder umgebaut

Sieht so Schule aus? In Skandinavien schon.  Bild: Kühn

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