
Scharf pfeift der Wind durch die Fachwerk-Stahlgerüste, der Regen prasselt auf die Holzbohlen, in deren Fugen Zigarettenstummel und kleine Steine stecken. Auf zwei mobilen Hebebühnen sind ÖBB-Spezialisten in gelben Jacken und orangen Bundhosen am Werk, hämmern gegen die Streben, lassen Schraubenschlüssel rotieren. Zentimeter für Zentimeter untersuchen sie unter Anleitung von Zivilingenieur Johann Stranzinger, ob die Nieten fest sitzen oder ob beim Abklopfen der Rost rieselt.
Für Autofahrer bleibt die Brücke während der Überprüfung tabu. Radfahrer und Fußgänger dürfen passieren, zwei Mal täglich poltert eine Lok über die Gleise – auf „Stellfahrt“ zum Frachtenbahnhof. Die Busse der Linz-Linien werden über die nahe Autobahnbrücke umgeleitet.
Ein junges Pärchen überquert die Brücke auf dem Gehsteig gegenüber. Bei jedem Schritt klappert das Gehsteiggitter. „Ich mag die Brücke!“, sagt Vincent Gscheidlinger aus Engerwitzdorf. Auch seine Freundin Anna Weiler nutzt auf dem Weg ins Zentrum oft die kurze Fußverbindung über die Eisenbahnbrücke, „aber wenn ich durch das Gitter in die Tiefe schaue, hab ich immer ein mulmiges Gefühl.“
Brücke bleibt tragfähig
Die dicken Stahltrosse scheinen für die Ewigkeit gemacht. „Doch die Salzstreuung im Winter setzt der Brücke zu“, sagt Mario Brunnmayr, Pressesprecher der ÖBB in Oberösterreich.
Gutachter Josef Fink von der TU Wien kam zum Ergebnis, dass die 1899 gebaute, denkmalgeschützte Brücke von starken Windböen zum Einsturz gebracht werden könnte. Ein neues, von Rolf Höhmann im Auftrag des Bundesdenkmalamtes erstelltes Gutachten lässt aber an der Sinnhaftigkeit einer Sanierung keinen Zweifel.
Derzeit läuft die jährliche „standardmäßige Untersuchung“ zur Erhebung von Korrosionsschäden an den Nieten und Lamellenpaketen der Stahlträger. Auch Spannungsmessungen werden durchgeführt.
„Wir machen die Untersuchung jedes Jahr im Sommer, dann ist weniger Verkehr“, sagt Brunnmayr. Eine kluge Entscheidung: Der befürchtete Stau in Linz blieb gestern aus.
Da ist wohl wieder wer am RADWEG rumflaniert.
Also nochmals langsam zum Verstehen:
OSTseitig ist der GEHWEG mit den Holzplanken.
WESTseitig mit den klapprigen Lochgittern ist er RADWEG!
Das beruhigt mich zu wissen das die Brücke jedes Jahr untersucht wird, die hat ja schon einige Jahre auf dem Buckel. Ich vertraue da einfach mal den Experten von den ÖBB, aber das mulmige Gefühl beim runterschauen werden sie mir auch nicht nehmen können 
„Mir ist der Mathe-Test voll leicht vorgekommen“
Klagewelle nach Facebook-Börsengang
Gmunden will heute in Klosterneuburg ein Entscheidungsspiel erzwingen
Brückner: „Man muss eine dicke Haut haben“