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Oberösterreich

Klopfen, hämmern, schrauben: Härtetest für Eisenbahnbrücke

LINZ. Noch bis Donnerstag nehmen sieben Experten der ÖBB die Linzer Eisenbahnbrücke „unter die Lupe“. Für Autofahrer bleibt sie jeweils von 8 bis 16 Uhr gesperrt.

Scharf pfeift der Wind durch die Fachwerk-Stahlgerüste, der Regen prasselt auf die Holzbohlen, in deren Fugen Zigarettenstummel und kleine Steine stecken. Auf zwei mobilen Hebebühnen sind ÖBB-Spezialisten in gelben Jacken und orangen Bundhosen am Werk, hämmern gegen die Streben, lassen Schraubenschlüssel rotieren. Zentimeter für Zentimeter untersuchen sie unter Anleitung von Zivilingenieur Johann Stranzinger, ob die Nieten fest sitzen oder ob beim Abklopfen der Rost rieselt.

Für Autofahrer bleibt die Brücke während der Überprüfung tabu. Radfahrer und Fußgänger dürfen passieren, zwei Mal täglich poltert eine Lok über die Gleise – auf „Stellfahrt“ zum Frachtenbahnhof. Die Busse der Linz-Linien werden über die nahe Autobahnbrücke umgeleitet.

Ein junges Pärchen überquert die Brücke auf dem Gehsteig gegenüber. Bei jedem Schritt klappert das Gehsteiggitter. „Ich mag die Brücke!“, sagt Vincent Gscheidlinger aus Engerwitzdorf. Auch seine Freundin Anna Weiler nutzt auf dem Weg ins Zentrum oft die kurze Fußverbindung über die Eisenbahnbrücke, „aber wenn ich durch das Gitter in die Tiefe schaue, hab ich immer ein mulmiges Gefühl.“

Brücke bleibt tragfähig

Die dicken Stahltrosse scheinen für die Ewigkeit gemacht. „Doch die Salzstreuung im Winter setzt der Brücke zu“, sagt Mario Brunnmayr, Pressesprecher der ÖBB in Oberösterreich.

Gutachter Josef Fink von der TU Wien kam zum Ergebnis, dass die 1899 gebaute, denkmalgeschützte Brücke von starken Windböen zum Einsturz gebracht werden könnte. Ein neues, von Rolf Höhmann im Auftrag des Bundesdenkmalamtes erstelltes Gutachten lässt aber an der Sinnhaftigkeit einer Sanierung keinen Zweifel.

Derzeit läuft die jährliche „standardmäßige Untersuchung“ zur Erhebung von Korrosionsschäden an den Nieten und Lamellenpaketen der Stahlträger. Auch Spannungsmessungen werden durchgeführt.

„Wir machen die Untersuchung jedes Jahr im Sommer, dann ist weniger Verkehr“, sagt Brunnmayr. Eine kluge Entscheidung: Der befürchtete Stau in Linz blieb gestern aus.

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Gehsteiggitter??? · von zar (3007) · 18.08.2010 21:16 Uhr

Da ist wohl wieder wer am RADWEG rumflaniert.

Also nochmals langsam zum Verstehen:

OSTseitig ist der GEHWEG mit den Holzplanken.
WESTseitig mit den klapprigen Lochgittern ist er RADWEG!

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Jährliche Kontrolle · von Lilli30 (41) · 18.08.2010 12:39 Uhr

Das beruhigt mich zu wissen das die Brücke jedes Jahr untersucht wird, die hat ja schon einige Jahre auf dem Buckel. Ich vertraue da einfach mal den Experten von den ÖBB, aber das mulmige Gefühl beim runterschauen werden sie mir auch nicht nehmen können zwinkern

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Artikel 18. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Alfons Krieglsteiner
Bild vergrößern Klopfen, hämmern, schrauben: Härtetest für Eisenbahnbrücke

Drei Tage auf der Hebebühne im Einsatz.  Bild: Weihbold

Video anschauen OÖN-TV

Sperre: Rost an Eisenbahnbrücke wird überprüft

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