Wie exklusiv berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Linz gegen den entlassenen Trainer des oberösterreichischen Landes-Schwimmverbandes Anklage wegen mehrerer Sexualdelikte erhoben.
Ausgangspunkt war der Vorwurf zweier männlicher Ex-Schützlinge, heute 25 und 26 Jahre alt, sie seien von ihrem Trainer mehrfach sexuell angegriffen worden. Die mutmaßlichen Opfer werden vom Linzer Rechtsanwalt Klaus Dorninger vertreten. Laut Strafantrag soll der erste Übergriff im Dezember 1999 stattgefunden haben, als einer der beiden 14 Jahre alt war. Die Staatsanwaltschaft stufte diese Vorwürfe als „Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses“ ein.
Die letzte mutmaßliche Tathandlung fand laut Anklage Ende 2008 statt, als der Betroffene 23 Jahre alt war. Dieser Vorwurf wird dem Trainer als „sexuelle Belästigung“ zur Last gelegt. An sich wäre ein Großteil dieser Vorwürfe verjährt. Doch der mutmaßliche Besitz von teils kinderpornografischen, offenbar aus dem Internet heruntergeladenen Bildern (mit Buben unter 14 Jahren), die die Polizei auf dem PC des Deutschen heuer im März entdeckte, hemmt die Verjährungsfrist für die übrigen Delikte.
Die Staatsanwaltschaft hat beim Landesgericht Linz beantragt, die beiden jungen Schwimmsportler für die Hauptverhandlung als Zeugen vorzuladen. Zuständig ist Einzelrichterin Ursula Eichler. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Deutschen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.
„Ich verstehe nicht, wieso mich meine Ex-Schüler derart belasten. Wir hatten bis zuletzt ein gutes Verhältnis. Ich habe von ihnen im Fall von sportlichen Erfolgen Geschenke bekommen, wurde zum Essen eingeladen“, sagt Gödecke.
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