„Es gab ein kurzes, aber heftiges Gewitter. Wir hörten einen lauten Knall. Dann sahen wir Glut und Funken sprühen.“ Manuela Nöbauer (28), ihr achtjähriger Sohn Manuel, die 22-jährige Schwester Sarah Berger und zwei Bekannte saßen im Wohnzimmer vor dem Fernsehgerät, als der Blitz Donnerstagmittag in das Einfamilienhaus in Vorchdorf einschlug.
„Wir wussten nicht, was los ist“, sagt die 28-Jährige. Nöbauers Freundin, Barbara Hörtenhuber (24), war danach um das Gebäude gegangen und hatte Feuer und Rauch auf dem Dach bemerkt. Manuela Nöbauer wählte sofort den Notruf und brachte ihren Sohn aus dem Haus: „Die Feuerwehr war schnell da, aber das Warten ist mir wie eine Ewigkeit vorgekommen.“
Großeinsatz der Feuerwehr
70 Feuerwehrmänner löschten innerhalb einer Stunde den Brand und verhinderten eine Ausweitung auf das gesamte Haus. Obwohl der Dachstuhl zerstört ist, können die Mieter das Haus wieder bewohnen. Das Erdgeschoß ist in Ordnung, nur die Decken im Obergeschoß, in dem sich die Schlafräume befinden, sind durchnässt. Das Dach wurde mit einer Plane abgedeckt. Nächste Woche wird mit der Renovierung begonnen.
Manuela Nöbauer wohnt mit ihrem Sohn und ihrer Schwester seit März dieses Jahres in dem Haus. Erst vor einem Jahr habe ein Blitz in ein Nachbarhaus eingeschlagen, sagte ein Augenzeuge. Er geht davon aus, dass ein Fluss, der nahe der Siedlung ist, die Blitze anzieht. Eine andere Erklärung gäbe es für ihn nicht. Die Höhe des Schadens, der durch eine Versicherung gedeckt ist, steht noch nicht fest. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
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