Gestern Nachmittag wollte der 60-Jährige Medienvertretern Rede und Antwort stehen. Die Interviewzusage des Unfallopfers kam dem betreuenden Ärzten nicht ungelegen. Die Mediziner sind zu Recht stolz auf ihre Leistungen und wollten den Eingriff erstmals im Detail erklären. Während einer elf Stunden dauernden Operation, die der Unfallchirurg Manfred Behawy und der Assistenzarzt Stefan Froschauer vornahmen, wurde dem Pensionisten, wie berichtet, das Amputat wieder angenäht.
Drei Tage nach der Operation geht es dem Patienten schon bedeutend besser. Die Pressekonferenz musste aber genauso schnell wieder abgesagt werden, wie sie am Vormittag anberaumt worden war. „In der Früh hat er sich noch wohl gefühlt. Jetzt ist aber eine Lungenschwäche eingetreten. Wir wollten nichts riskieren“, sagt AKH-Sprecherin Astrid Petritz.
Neben Behawy und Froschauer waren an der Operation am Dienstag zwei Anästhesisten und mehrere OP-Schwestern beteiligt. Der Patient hatte zum Zeitpunkt der Einlieferung viel Blut verloren. Während Behawy den Stumpf des Unterarmes chirurgisch vorbereitete, bearbeitete Froschauer die abgesägte Hand. Das zerstörte rechte Handgelenk des Mannes musste allerdings entfernt werden. Die Mediziner fügten Knochen, Nerven, Sehnen und Blutgefäße unter dem Mikroskop wieder zusammen.
Der Pensionist kann die Fingern bereits bewegen. Mit etwas Training wird er vielleicht einen Bleistift halten können. Ohne Gelenk bleibt die Hand aber steif.
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