
Gestern gegen 7.30 Uhr brach der Brand im Stallgebäude eines Bauernhofs in Steegen (Bezirk Grieskirchen) aus. Die 33-jährige Landwirtin bemerkte das Feuer etwa eine Viertelstunde später und alarmierte die Feuerwehr. Den Hofbesitzern gelang es noch, 20 Rinder aus dem brennenden Stall zu befreien.
„Der gesamte Dachstuhl wurde von den Flammen zerstört“, sagte Rudolf Auer, Kommandant bei der Freiwilligen Feuerwehr Steegen, nachdem gegen 11 Uhr bereits wieder „Brand aus“ gegeben werden konnte. Zwei Kühe im Stall hatten sich noch im Gestänge verkeilt. „Wir haben die Tiere mit Trennschleifer und Bergeschere herausgeschnitten. Wir haben mit schwerem Atemschutz gearbeitet“, sagt Auer. Personen wurden nicht verletzt. Da der Stall mit dem Bauernhaus nicht verbunden ist, wurden keine Wohnräume beschädigt. Der Schaden dürfte rund 300.000 Euro betragen.
Die Brandsachverständigen fanden heraus, dass der Brand höchstwahrscheinlich durch eine eingeschaltete Teleskoparmleuchte verursacht wurde. Der Brand war bei der Lampe, einer mit Holz eingehausten Konstruktion für die Erzeugung von Druckluft, ausgebrochen.
Historische Scheune abgebrannt
Aus bisher noch ungeklärter Ursache kam es am Sonntag gegen 19.30 Uhr zum Brand einer Scheune auf dem Anwesen des Schlosses Waldenfels (Bezirk Urfahr-Umgebung). Das denkmalgeschützte 300 Jahre alte Gebäude brannte bis auf die Grundfesten nieder.
Die Scheune bot seit einem Jahr Platz für den Clubraum eines Bogenschützenvereines, der ebenfalls durch das Feuer zerstört wurde.
„Der Einsatz war gefährlich, weil wir es immer wieder mit herunterfallenden Teilen zu tun hatten“, sagt Hauptbrandinspektor Andreas Gierer von der Freiwilligen Feuerwehr Reichenthal. Die herabgestürzten Gebäudeteile wurden mit dem Kran der Freiwilligen Feuerwehr Bad Leonfelden geborgen. Insgesamt waren 130 Feuerwehrleute im Einsatz. Um Glutnester aufzuspüren, setzten die Feuerwehrmänner Wärmebildkameras ein. Der Brand war am Montag gegen drei Uhr früh gelöscht.
„Die Scheune war 300 Jahre alt. Die Höhe des Schadens ist schwer einzuschätzen“, sagte Schlossbesitzer Dominik Grundemann-Falkenberg.
„Wir werden uns auf jeden Fall nach einer Alternative für den Bogensportverein umschauen.“ (staro)
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