Zum Aufwärmen ein paar neue Songs vom aktuellen Album, doch so richtig heizten die AC/DC-Klassiker, mit denen die australische Band berühmt geworden ist, den fast 100.000 Fans ein. "Thunderstruck", "Hells Bells" - das wollte das Publikum hören. Das Gros ist mit der Band älter geworden. Die Jugend blieb außen vor.
Die Jugend blieb außen vor? Nein, das traf für einen nicht zu: für den Mann in der Schuluniform. Angus rockte, sprang, tanzte, hüpfte, zog Grimassen, dass die Menge staunte. Der gebürtige Schotte stand unter Starkstrom. Dass es trotzdem keinen Kurzschluss gab, dürfte so manchen verwundert haben. Denn just kurz nach Beginn der Show öffnete der Himmel seine Schleusen und ergoss sich über die Masse, die sich das herrliche Konzert nicht vermiesen ließ.
Nach einem elektrisierenden Solo vom Bandchef, den Zugaben "Highway to Hell" und "For those about to rock" verabschiedeten sich die Australier nach zwei sensationellen Stunden.
Gar nicht so sensationell war die Organisation des Mega-Konzerts. Ö3 frohlockte am Nachmittag, dass es keinen Stau in und um Wels gebe, das Vorhaben, das erste Öffi-Open-air zu veranstalten, aufgegangen sei. Tausende sahen's anders. Fußmärsche dauerten zwischen 25 und 60 Minuten vom Parkplatz zum Konzertgelände. Selbst Rollstuhlfahrer mussten vom offiziellen Behindertenparkplatz 20 Minuten rollen ehe der Eingang zum Festivalgelände erreicht war. "Eine Zumutung", befanden verärgerte Fans.
Nach dem Ende schoben Fans aufgestellte Zäune zur Seite, kletterten über Zäune, marschierten zu Tausenden über Wiesen, die nicht als Weg vorgesehen waren. "Ein Chaos, die Weg-Organisation", schimpfte ein Fan.
Zudem war das Konzertgelände viel zu schmal. Reihen von Merchandising- und Bierstandln nahmen die Sicht in dem engen "Schlauch". Im hinteren Teil konnte das Konzert ausschließlich über die riesigen Vidi-Walls verfolgt werden. Das Ärgernis dabei: Ton und Bild waren nicht synchron, sondern untereinander um etwa eine Sekunde zeitversetzt. Was den Spaß an dem an sich starken TV-Bild (Super, Regisseur!) minderte. Technisch lässt sich eine derartige Zeitverzögerung leicht angleichen.
Eine Schlussmeldung der Welser Polizei von Sonntag, 0:50 Uhr:
Verkehrslage:
PKW- und Busverkehr strömt ohne Probleme aus dem Stadtgebiet.
Lage:
Hauptbahnhof Wels:
Bahnhof zur Gänze mit Personen gefüllt - Situation ruhig - die Fans verhalten sich trotz des Gedränges zivilisiert.
Festgelände:
Alle Konzertbesucher haben das Festgelände bereits verlassen.
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Vom Bahnhof bis zum Konzertgelände sind es 2500 Meter
Ich kenne kein Konzertgelände das näher am Bahnhof liegt.
Bei normaler Schrittgeschwindigkeit ist es in 25 min erreicht.
40 min ist absoluter Blödsinn.
Mir ist auch nicht klar warum die Nachrichten so negativ über die Organisation des Konzerts berichtet. Es war angesichts der Tatsache das es Tags zuvor, und am, und während dem Konzert regnete, eine gelungene Veranstaltung. Klar gab es Pannen. Immerhin hat Wels so etwas noch nie gemacht. Ich war nicht am Konzert. Es ist nicht meine Musik aber ich fand es als Welser toll das so etwas stattfindet. Und wünsche mir öfters solche Events.
Auch der Politik ein dickes Lob.
Nochmals Ich finde es erbärmlich als Welser, dass die Nachrichten die Veranstaltung so in den Dreck zieht. Ich persönlich werde mein Nachrichten Abo nochmals überdenken.
Ein Original Welser
100000 Besucher, die Ausgänge spärlich beleuchtet, von einer Fluchtwegs- oder Antipanikbeleuchtung keine Spur. Stolperfallen... Wenns du in Wels ein 20m² Lokal aufmachst sind die Auflagen wesentlich höher. Von einer Disco ganz zu schweigen. Aber das ist wie immer, bei den grossen Dingern traut sich keiner entscheiden,denn dann kann ja auch keiner Schuld sein wenn etwas passiert.
Danke ACDC für das tolle Konzert und danke
an die Behörden dass Sie sich wirklich um uns Besucher große Sorgen gemacht haben...
... ich kann es echt nicht mehr lesen, dieses Gesudere und Gejammere. Wenn man ein Konzert besucht, muss man mit allen Eventualitäten rechnen. Wenn man das nicht will, dann bleibt man am besten zu Hause ! Mir persönlich sind solche Massenveranstaltungen sowieso zuwider, daher bleibe ich diesem Ansturm sowieso fern.