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Oberösterreich

Oberösterreich sagt „Prost!“ - Viel Lob für Brauer und Wirte

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Bierlokalsieg: Pöstlingberg Schlössl der Brüder Gallistl  Bild: KGV-Verlag

LINZ. Bei einem Bierfest im Casino Linz wurde der „Bier-Guide 2010“ präsentiert. Oberösterreichs Bierfreunde können sich freuen: Conrad Seidl zeichnet in seinem 11. Bier-Guide mehr Lokale denn je mit fünf „Lob-Krügeln“ aus.

Hunderte Gäste, die das Spielcasino stürmten, hatten diesmal jedenfalls gewonnen: Gratis Bierdurststillung durch die oberösterreichischen Brauereien Hofstetten, Freistadt, Ried, Eggenberg, Schlägl und Schnaitl.

Conrad Seidl stellt in seinem Buch 1100 Lokale in Österreich vor, in denen man feine Biere gut zapft und die eine ordentliche bis großartige Auswahl bieten.

Vielfalt der Bierkultur

Seidl präsentiert auch neue Biere: „Es gibt im Land immer mehr Biere jenseits des beliebtesten Biertyps, des Märzen, von Pils bis Stout, von Ale bis Bock, von Weißbier bis Honig- und Weinbier. Und es gibt, auch in Oberösterreich, immer mehr Lokale in denen man kundig mit der Vielfalt unserer Bierkultur umgeht.“

Wer Bier mit Stil trinken will, sollte über die Bierstile Bescheid wissen, sagt Seidl. „Wirklich genießen kann man nur, was man kennt.“

Der Bierexperte lobt nicht nur die innovativen, oft alkoholreichen neuen Biere: „Ein schmackhaftes Bier mit wenig Alkohol zu brauen ist viel schwieriger, als mit einem Bock viel Geschmack ins Glas zu bringen.“

Im Guide findet man alles, was man über Bier wissen soll. Nur Braumeister sind vielleicht noch „bierklüger“ als alle, die das Buch studieren. Einen Kalender für Bierfeste, -seminare und -verkostungen bietet der Guide auch.

„Neugierig sein auf Biere aus dem Ausland ist gut, aber Bier braucht auch Heimat“, sagt Seidl und nennt drei Gründe: Ökologie (CO2-Fußabdruck), Ökönomie (Arbeitsplätze im Land) und Frische (kein langer Transport).

In Seidls Liste „Biere des Jahres“ findet man drei Mal Oberösterreich: Siehe Text rechts im Krügel-Bild.

Exerzierfeld Weizenbier

66 Prozent der Österreicher trinken regelmäßig Bier, 12 % (fast) täglich. Die Mehrheit genießt fast immer ihr „Stammbier“. Was rät Seidl jenen, die sich an die Biervielfalt herantasten wollen: „Weizenbier mit seiner Aromenvielfalt ist das ideale Exerzierfeld.“

Conrad Seidl, der sich gerne „Bier-Papst“ nennen lässt (Bier-Professor wäre passender) sieht sich aktuell besonders in einem Punkt mit dem Papst im Rom eines Sinnes: „Auch ich bin gegegen jede Art von Missbrauch, auch beim Bier. Bier soll man nicht saufen, sondern genießen!“

Eine hübsche Biergeschichte, die Oberösterreich nicht nur als Land der Mosttrinker, sondern auch der Bierfreunde beweist, hatte der Linzer Vizebürgermeister Erich Watzl zu bieten. „Ich war einst Sekretär von Landeshauptmann Josef Ratzenböck und begleitete ihn oft zu Sitzungen der Landeshauptleute in Wien. Bei der Rückfahrt hat er oft gejammert, dass es nur Wein, Sekt und Wasser zu trinken gebe und kein Bier. An einem Abend kam Ratzenböck sehr fröhlich aus einer Sitzung, bei der es um den Finanzausgleich mit dem Bund gegangen war. Ich habe ihn gefragt, ob er so gut aufgelegt sei, weil er viel Geld für Oberösterreich herausschlagen habe können. Er hat geantwortet: ,Nein, das nicht, da müssen wir nachverhandeln, aber erstmals hat es auch Bier gegeben bei der Sitzung’.“

„Conrad Seidls Bier-Guide 2010“, 412 Seiten, KGV-Verlag, 14,90 Euro

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    UNDEMOKRAT !!!
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    oder denkst du auch ??? nur geistig tiefer gelegt oder doch noch mensch ??? die halbe deutsche...
 
 
 
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