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Oberösterreich

Wagner verteidigt Zölibat - „Kinder instrumentalisiert“

LINZ. Der Pfarrer von Windischgarsten (Bezirk Kirchdorf), der verhinderte Weihbischof Gerhard Maria Wagner, sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Zölibat und dem sexuellen Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen.

„In einer gewissen Weise werden Kinder jetzt instrumentalisiert, um die Kirche an den Pranger zu stellen“, sagte er in der ORF-Sendung „Report“ am Dienstag. Es gehe um Kindesmissbrauch, diskutiert werde aber über den Zölibat, kritisierte er.

„Wer pädophil veranlagt ist und dies auslebt, den schützen weder der Zölibat noch die Ehe davor, das zu tun“, betonte auch Bischof Ludwig Schwarz im OÖN-Interview. „Soweit Beschuldigte in der pfarrlichen Seelsorge eingesetzt sind, werden die notwendigen Maßnahmen, auch Dienstfreistellungen, sofort getroffen“, sagte Schwarz.

Orden wollen staatliche Ermittlungen unterstützen

Die oberösterreichischen Ordensvertreter wollen „alle staatlichen Ermittlungen“ bei Missbrauchsfällen und Gewaltanwendung in kirchlichen Einrichtungen unterstützen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs mit dem Linzer Generalvikar Severin Lederhilger. Die Äbte und Oberinnen der Männer- und Frauenorden sprechen sich u.a. für die Erstellung von Verhaltensrichtlinien im Umgang mit Kindern und Jugendlichen aus.

„Es geht uns um die sach- und situationsbezogene Aufarbeitung aller Vorwürfe in menschenwürdiger Weise“, so die Ordensverantwortlichen. Außerdem sollen verbindliche Richtlinien erstellt werden, die den Umgang mit Beschuldigten und überführten Tätern festlegen. Die Männer- und Frauenorden betonten auch die Bedeutung einer offensiven Elternarbeit und Schülerinformation in den katholischen Privatschulen.

 Vorwürfe auch bei Florianer Sängerknaben

Unterdessen sind auch Vorwürfe im Zusammenhang mit den Florianer Sängerknaben in Oberösterreich aufgetaucht. Ein „Report“-Redakteur berichtete von seinen eigenen Erfahrungen als Schüler vor 30 Jahren. Es habe physische und psychische Gewalt gegeben - Schläge, stundenlanges Stehen in der Ecke oder Knien vor dem Pult, wenn man geschwätzt habe. In den Unterkünften hätten „lagerähnliche“ Zustände geherrscht. Der Präfekt habe die Kinder aber nie sexuell belästigt, denn er habe eine Freundin gehabt. Die Schüler hätten das auch massiv mitbekommen, einmal hätten sie den Geistlichen gesehen, als er aus einem Damenschuh Sekt getrunken habe, heißt es in dem Bericht.

Der Chor hatte sich 1997 von der Kirche losgesagt, heute unterrichten weltliche Lehrer. Der derzeitige Internatsleiter Wolfgang Gruber schließt aus, dass es seither Vorfälle gegeben habe, es sei zumindest nichts an ihn ehrangetragen worden. „Was früher war, wissen wir eigentlich zu wenig“, so Konzertmanagerin Christa Steinkellner. Sie habe aber gehört, „dass nicht immer alles optimal war“.

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Zölibat!! · von Gottie (11) · 18.03.2010 21:22 Uhr

Das Zölibat abschaffen,aber wer das in sich hat,der macht das auch ohne Zölibat.Und ich glaube das es keine Religion gibt wo sowas noch nicht passiert ist,denn Kindemisbräuche gibt es in allen Berufssparten.Aber wenn man was meldet da fällt man entweder auf Taube Ohren oder man bekommt nimmt es auf die elichte Schulter.

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@Gottie: der Zölibat ist … · von herbertw (11931) · 19.03.2010 08:29 Uhr

… bei WEITEM NICHT DER EINZIGE Humus, auf dem giftige Kräuter wachsen. Das behauptet ja auch niemand. Da verstehen nur die duckmäuserischen Kirchen-Sklaven in ihrem gekränkten Egoismus immer so falsch.%

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Fortsetzung · von herbertw (11931) · 19.03.2010 08:30 Uhr

Aber der Zölibat ist einer der „konstitutiven“ (Andreas Kohl©) Umstände, die man bei der Bekämpfung des Kindes-Missbrauchs am allereinfachsten abschaffen könnte.
-
Wenn die Abschaffung des Zölibats nur einen einzigen Jugendlichen vor dem Missbrauch bewahrt, dann hat sich das bereits ausgezahlt.

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Artikel 17. März 2010 - 11:41 Uhr
apa/nachrichten.at
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Ein Kind in der Kirche zu Bethlehem  Bild: Reuters

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