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Oberösterreich

Missbrauchs-Verdacht: Pater stellt sich Staatsanwaltschaft

LINZ. Im Stift Kremsmünster stehen zwei weitere Patres unter Verdacht, sexuellen Missbrauch an Schülern begangen zu haben. Einer davon wird heute bei den staatlichen Behörden Selbstanzeige erstatten.

Im Stift Kremsmünster tagte gestern ein siebenköpfiger Krisenstab, bestehend aus fünf Patres, einem Rechtsanwalt und dem Direktor des Stiftsgymnasiums. Das Ergebnis: Heute wird sich Pater P. dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs stellen müssen – dies aber gleich bei den staatlichen Behörden. Der Pater werde heute der Staatsanwaltschaft die nötigen Unterlagen vorlegen und dann vermutlich Selbstanzeige erstatten, sagte Abt Ambros Ebhard gestern den OÖN. „Das ist ein deutlicher und ungewöhnlicher, aber ein guter und ein notwendiger Schritt“, sagte der Abt. Pater P. soll in den 1990-er Jahren Schüler sexuell missbraucht haben. Es habe eine anonyme Anzeige gegeben.

Auch Pater B. soll sexuellen Missbrauch an Zöglingen des Stifts begangen haben – dieser Fall liege allerdings deutlich länger zurück und werde nun an die Ombudsstelle weitergeleitet, sagte der Abt. Die Patres wurden bis zur Klärung der Vorwürfe von ihrem Dienst freigestellt.

In der Vorwoche hatte bereits ein weiterer Mönch, Pater A., sexuelle Übergriffe an frühere Internatsschülern gestanden. Zwei weitere Patres sollen zudem Zöglinge brutal misshandelt haben. Die Drei wurden ebenfalls bereits suspendiert.

Pater A. (es gilt die Unschuldsvermutung) entschuldigt sich nun auch auf der Homepage des Stiftes für sein Vorgehen (siehe oben): „Ein Sadist wollte ich nie sein! Wenn ich den entsprechenden Eindruck erweckt habe, tut mir das leid! Ich war leider oft gedankenlos, oft launenhaft und allzu oft unbeherrscht“, ist zu lesen.

Nachdem zuletzt auch in anderen kirchlichen Einrichtungen der Verdacht des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt laut geworden ist, müssen diese Woche mehrere Äbte bei der Diözese antreten. „Mit diesem Treffen wollen wir signalisieren, dass wir für eine enge Zusammenarbeit zwischen den Ordensleuten und den diözesanen Verantwortlichen sind und gemeinsam auftreten“, sagte Severin Lederhilger. Als Linzer Generalvikar ist Lederhilger eine Art diözesaner Personalchef – und damit etwa für Priester, Diakone sowie kirchliche Mitarbeiter zuständig. Auch soll in den kommenden Wochen ein neuer Verhaltenskodex für Schulen und Internate ausgearbeitet werden. (nieg)

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Pater Alfons · von LeopoldinePuttinger (2) · 15.03.2010 23:08 Uhr

Es ist uns auch sehr wichtig für Pater Alfons persönlichein Wort der Verbundenheit und Dankbarkeit zu formulieren, ihn aus dem Schatten der Geschehnisse in ein bewusst anderes Licht zu stellen.Es wäre sehr traurig und seiner nicht würdig,würde er nun ausschließlich daran gemessen,das hätte er nicht verdient,denn gerade er hat unsere älteren Söhne lange Jahre betreut ,er hat unseren Kindern über viele Jahre Geduld, Zeit und Zuwendung frei jeder Verdächtigung geschenkt und nicht zuletzt durch seinen hohen Wissenstand auch sehr viel zu ihrer Weiterbildung beigetragen. Jeder der „Halbwüchsige Kinder“ hat, weiß wohl selber, wie groß die Herausforderung ist, ihnen in der schwierigen Zeit der Pubertät gerecht zu werden. Wir kennen Pater Alfons seit fast 40 Jahren, seine „Persönlichkeit seine Offenheit“ prägte uns alle im Sinne des Glaubens. Er stand uns zu allen Zeiten, wann immer wir ihn um Hilfe riefen, oder um etwas baten, mit Gebet mit Rat und Tat zur Seite.
Pater Alfons wir wü

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Ein Lob auf Kinderschänder! · von grilli9 (5) · 16.03.2010 09:01 Uhr

Diese Einstellung ist f. mich unvorstellbar! - Darf der Papa od. Onkel weil er ja ansonsten Liebevoll Jahrelang f. die Fam. sorgt sich an den eigenen Kindern vergehen? Wird dies in irgeneinder Form entschuldigt?
Wird ein ansonsten Unauffälliger Triebtäter (zb. Vergewaltiger)vor der Justiz verschont nur weil er ansonsten eigentlich ein unauffälliges Familienleben führt? (ja auch das hat es schon gegeben) - Wobei sich an Kindern zu vergehen schlimmer ist als eine Vergewaltigung ist (sofern man hier überhaupt Begriffe wie "schlimmer" verwenden kann), da es vor allem unschuldige betrifft die sich als Kind selbst Schuldig fühlen + nicht sogleich Anzeige erstatten - dies erst viel später im Leben tun!
Solche Eltern sind dafür verantwortlich daß Ihre Kinder kein Vertrauen in sie fassen, da diese von den Eltern indirekt zu den Beschuldigten gemacht werden - indem Sie sagen -Das bildest Du dir ein - der nette Hochwürden macht doch sowas nicht!

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Eigene Kinder · von grilli9 (5) · 16.03.2010 09:07 Uhr

Auch wenn die eigenen Kinder nicht betroffen waren - so kann man dies doch nicht als Lob hinstellen.
Andere Familien hatten da weniger Glück.

Ist zb. Hr. Fritzl Lobenswert weil er ja ansonsten seine Fam. nicht verhungern ließ und sich um die anderen noch vorhandenen Kinder + dessen Ehefrau gekümmert hat?

Ähnlich gelagert sehe ich dies auch hier!

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Artikel 15. März 2010 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Missbrauchs-Verdacht: Pater stellt sich Staatswaltschaft

Aufarbeitung im Stift Kremsmünster nach den Vorwürfen  Bild: Weihbold

Video anschauen Abr Ambros Eberhart

Abt Ambros Eberhart: "Alles aufklären"

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