Durch das enge Eichentor geht es in den Vorhof des Benediktinerstiftes. Für viele ehemalige Internatsschüler war es der Eingang zu einem Ort, wo Gewalt und Sadismus herrschten. Und manche Erzieher auch vor sexuellen Übergriffen nicht zurückschreckten.
Abt Ambros Ebhart ist jedoch bemüht, mit der dunklen Vergangenheit seines Klosters aufzuräumen. Noch vor Erscheinen des OÖN-Berichts über sexuelle Demütigungen und Prügelexzesse dreier Patres hatte er diese ihrer Ämter enthoben. Zugleich entschuldigte er sich bei den Opfern und versprach Aufklärung: „Ich bedaure, dass Menschen solche Leiderfahrungen in unseren Einrichtungen gemacht haben. Ich bin davon wirklich betroffen und übernehme die Verantwortung“, sagte der Abt am Donnerstag bei einer rasch einberufenen Pressekonferenz.
Einer der Mitbrüder sei zuletzt geistlicher Begleiter von Schülern gewesen, ein anderer habe Pfarrtätigkeiten verrichtet, der dritte Aufgaben im Stift versehen. Die drei Mönche haben die Anschuldigungen eines Ex-Zöglings weitestgehend gestanden: „Es ist so passiert“, zitierte Abt Ebhart aus dem Gespräch mit einem der Geistlichen. Dieser, Pater A., soll den Kopf eines Schülers, der sich im Speisesaal neben ihn hinknien musste, gerieben und fest in seinen Schoß gedrückt haben. Erst gestern wurden weitere Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den inzwischen pensionierten Ordensmann bekannt (Seite 3).
Pater L. und Mitbruder N., beide sollen Zöglinge im Kindesalter mit Schlüsselbunden und Kabeln geschlagen haben, sind ebenso geständig: „Sie relativieren aber, dass man aus der heutigen Sichtweise diese Vorfälle anders bewertet“, sagt der Abt. Die Aufarbeitung der Fälle geschieht durch die diözesane Kommission gegen Gewalt und Missbrauch. Vorsitzender ist der Bezirkshauptmann von Wels-Land, Josef Gruber. An die Kommission wurden zuletzt neun Missbrauchsvorwürfe herangetragen. Allein fünf der Fälle beziehen sich auf Kremsmünster.
Bereits früher einmal ermittelt
Der Gewalt- und Missbrauchsfall beschäftigt seit gestern auch die Polizei: „Wir haben bereits Anrufe erhalten. Wir werden die Informationen prüfen und beurteilen, ob noch strafrechtlich relevante Fakten vorliegen“, sagte ein Beamter des Landeskriminalamtes. Gegen Pater A., den Hauptverdächtigen, gab es bereits Ermittlungen. Diese wurden jedoch von der Staatsanwaltschaft Wels eingestellt. „Wir ersuchen dringend, dass sich mögliche Opfer bei uns melden. Denn es könnte durchaus sein, dass manche Straftaten nicht verjährt sind. Vor allem dann, wenn es sich um Taten mit schweren Dauerfolgen, wie etwa Depressionen, handelt“, sagen die Kriminalisten.
In einem Fernsehinterview sagt ein Vertreter der hochwürdigen klerikalen Herrschaft:
"Die Opfer haben ein Recht auf Entschuldigung" ???
Bin ich nicht ganz dicht oder haben wir in Österreich Strafgesetze für sexuellen Mißbrauch und Körperverletzung ?
Liebe Padres, es gibt nur eines:
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Anklage
Strafverfahren
Aburteilung & Absitzen der (Gefängnis-) Strafe
Schadenersatz
Es geht nicht mit einer "gütigen christlichen Entschuldigung" !
Und vielleicht noch mit einem letzten feuchten Händedruck.
das verhindert, dass die versch. beiträge auf zu viele artikel verteilt sind bzw. zu rasch wieder gelöscht werden!
Ich hatte immer geglaubt der Heilige Vater ist unfehlbar und allwissend?
Warum muss er ketzt die Bischöfe einbestellen und fragen?
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