Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest, weil der zuständige Bezirksrichter ein weiteres Gutachten eines KFZ-Sachverständigen einholen wird.
Nach einem ersten Gutachten besteht der Verdacht, dass der Lenker am 20. Oktober 2009 zu schnell und mit Reaktionsverzögerung in den Linzer Busterminal beim Bahnhof eingefahren war, sodass er die 15-jährige Bettina E. aus Niederneukirchen und ihre gleichaltrige Freundin am Schutzweg niedergestoßen hatte. Bettina E. wurde auf der Stelle getötet, ihre Freundin Claudia F. überlebte leicht verletzt, obwohl sie vom Bus mitgerissen worden war. Der Unfall hatte eine breite Diskussion über die Verkehrsführung am Busterminal ausgelöst, von der Stadt Linz war die Einfahrt provisorisch entschärft worden. Eine konkrete Verkehrslösung gibt es jedoch noch nicht. Der Prozess gegen den Buslenker wird voraussichtlich im Sommer sein.
"Er/Sie hatte Vorrang". Ja, es gibt rücksichtslose Autofahrer, aber sie sind nicht die Mehrheit; schon gar nicht unter den Busfahrern. Als Fußgänger oder Radfahrer sollte der reine Selbsterhaltungstrieb und die Tatsache, dass "meine Knautschzone" nur 5 mm beträgt, diese vorsichtiger sein lassen. Die Schülerin hat für ihre Unvorsichtigkeit einen viel zu hohen Preis bezahlt; die Frage der Schuld des Buslenkers ist eine hypothetische. Und zerstört möglicherweise ein zweites Leben. Lassen wir's dabei: Es gibt auch so etwas wie Unglück!
... und kennt offenbar den Unfallort nicht!
Das Mädchen war vorschriftsmäßig auf einem SCHUTZWEG unterwegs und trifft daher absolut keine Schuld.
Natürlich tut mir der Buslenker auch leid, da er es ja nicht mit Absicht gemacht hat und nun für seinen folgenschweren Fehler teuer "bezahlen" muss. Die Strafe, welche er bekommen wird ist wohl das kleinste Problem, dass er zu bewältigen hat.
Aber jeder von uns macht Fehler, und nur die wenigsten werden für eine Unaufmerksamkeit gleich so hart bestraft. Er wird sein Leben lang damit zu kämpfen haben.
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