Wenn sich die gewählte Volksvertretung anschickt, unaufgefordert Wortspenden zu einem Rockkonzert von sich zu geben, müsste man eigentlich abdrehen, weghören, lautlos stellen. Im Fall des geplanten Konzertes der australischen Edelrocker AC/DC am 22. Mai auf dem Gelände des Welser Flugplatzes sei aus gegebenem Anlass eine Ausnahme gemacht. Vorweg: Das politische Vorspiel ist eine Farce, aufgeführt auf einer Provinzpolitbühne. In den Hauptrollen: Politiker.
Zur Vorgeschichte: Am 30. November des Vorjahres haben Welser Stadtpolitiker einstimmig beschlossen, ein Großkonzert in die Messestadt zu bringen. Ein paar Wochen später platzte die Bombe: AC/DC kommen nach Wels. Bis zu 80.000 Besucher würden kommen. Dann der Aufschrei der Naturschützer: Just zum Zeitpunkt des Konzertes brütet der Große Brachvogel, ein vom Aussterben bedrohtes Federvieh, am Flugplatzgelände. Das Argument der Naturschützer: Das verträgt sich nicht mit dem kollektiven Körpereinsatz tausender Rockfans und schon gar nicht mit der Spielweise der Band.
Die Stadt Wels lässt nun alle Behördenverfahren durchführen, auch ein Ausweichen auf ein nahes Grundstück eines Biobauern steht im Raum. Morgen wird in der Causa auf Behördenebene diskutiert, Ende Februar sollen alle Gutachten vorliegen. Dann könne man entscheiden.
Gestern lud nun Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) zu einer Pressekonferenz und machte dort auf ganz arm. „Die reden nicht mit uns, und geben keine Antworten auf schriftliche Anfragen“, sagte der Politiker in Richtung Welser Bürgermeister Peter Koits (SPÖ). Im Übrigen denke er, Haimbuchner, keineswegs an eine behördlich durchgesetzte Absage des Konzerts.
Warum Haimbuchner die Medien zu einem Gespräch einlädt und nicht den Welser Bürgermeister? Haimbuchner: „Weil er nicht mit uns redet.“ Warum der Welser FPÖ-Naturschutzreferent Bernhard Wieser nicht mit Haimbuchner über den Stand der Dinge redet? Haimbuchner: „Dem Wieser sagen sie auch nichts.“
Angesichts solcher Ausgrenzungsversuche könnte einem so mancher Politiker ja fast leid tun. Auch die Junge ÖVP hat eine Kon-zertidee. Nicht ganz uneigennützig wollen sie das Konzert nach Linz verlegen. Und die Grünen fordern auch was: Eine Bewilligung des Konzertes ohne positiven Bescheid sei ausgeschlossen. No na.
Gott sei Dank weiß der Brachvogel nichts von alldem. Er würde sich wohl freiwillig verziehen. Wenn sich Politiker plötzlich für seltene Vögel und Rockkonzerte zu interessieren beginnen, weiß der gelernte Oberösterreicher wieder einmal: Es geht uns allen sehr, sehr gut.
Hat bitte schon jemand in Google Earth den Welser Flugplatz angeschaut ? In der Mitte ist die Landebahn, dazwischen landen die Fallschirmspringer (sicherlich auch im Mai !) und im nördlichen Bereich ist das Übungsgelände des Panzerbattalions Wels - und werden auch nicht auf das/die Vogerl schauen - oder?.
Wo sollen den die Vogerl ihr "geschütztes Gebiet" haben, das von den Grünen so schützenswert ist ?
Die 70 ha magere Wiese, ein Rest der Welser Heide,zugleich der größte Halbtrockenrasen in OÖ, das ist die schützenswerte Fläche, auf der die Bodenbrüter ein Rückzugsgebiet gefunden haben. Die Flugzeuge bleiben auf der Rollbahn, auch die paar Fallschirmspringer gefährden die Nester nicht wirklich, wohl aber 80 000 Fans, die dort herumtrampeln.
Was will der mit M & N gewählte Welser BM und seine Roten Mandatare?
Wels ist schon schlimm genug und jetzt dass!
Die sollen Ohrstöpsel für die Vogerl ausgeben oder die Grünen legen sich zum Nesterl um diese zu wärmen und den Vogerln Baldriantropfen während des Konzertes geben...
Ich will AC/DC sehen und mit 80.000 Menschen feiern - dass hast nur einmal im Leben!!!
Die Vogerl kehren zurück, dass ist auch sicher.
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