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Oberösterreich

Mauthausen-Besuch im Nazi-Outfit

MAUTHAUSEN/WELS. Eine Gruppe junger Welser, die im Jänner das KZ-Mauthausen besuchte, ist ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Einzelne Teilnehmer betraten die Gedenkstätte in Nazi-Kleidung. Jetzt sind erstmals Bilder davon im Internet aufgetaucht.

Fünf der Mauthausen-Besucher hatten in Wels auf der Wahlliste des Welser Rechtsaußens Ludwig Reinthaler kandidiert. „Die Bunten“, so die Bezeichnung von Reinthalers Gruppierung, wurden kurz vor der Wahl verboten. Die Wahlanfechtung ist noch im Gange. In den nächsten Wochen soll darüber der Verfassungsgerichtshof entscheiden. Die KZ-Besucher, die auch ein Kleinkind bei sich hatten, waren in eindeutigem Outfit unterwegs. Die großteils kahlgeschorenen Männer trugen schwarze Jacken, zwei der Frauen hatten T-Shirts mit rechtsextremer Textierung an. Eine trug ein Leiberl mit der Aufschrift „Ich habe Bock auf Nazis“, eine zweite ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Nationale Sozialisten“.

„N“ und „S“ hervorgehoben

Die Buchstaben „N“ und „S“ waren hervorgehoben. An der Kasse der Gedenkstätte wurde diese Provokation schlichtweg übersehen: „Ich kann keinem einen Vorwurf machen“, sagt Willi Mernyi vom Mauthausen Komitee. „Selbst wenn die Gruppe mit offenen Jacken zu sehen war, kann man nicht eindeutig erkennen, was sie im Schilde führte.“ Patrick Z., ein Teilnehmer der Gruppe und auf Reinthalers Liste auf Platz neun gereiht, gibt sich im Telefonat mit den OÖN kurz angebunden: „Wir hatten nicht vor, zu provozieren.“ Auf Z.s Nachfrage, ob das Gespräch aufgezeichnet werde, legte dieser abrupt auf.

Für Mauthausen-Sprecher Mernyi stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, was Jugendliche dazu bewegt, in NS-Outfit das Konzentrationslager zu besichtigen: „Der Besuch war als Provokation gedacht. Das waren auch keine blöden 16-Jährigen, sondern Erwachsene, die genau wissen, was sie tun. Bei den Teilnehmern handelte es sich um fundierte Rechtsextreme.“ Für den Sprecher des Mauthausen Komitees ist diese offen zur Schau getragene Gesinnung in einer Gedenkstätte für NS-Opfer symptomatisch: „Diese Geschichte fügt sich in eine Reihe ähnlicher Vorfälle, die ohne Konsequenz endeten. So gibt es nach der Störaktion im Lager Ebensee noch keine Anklage.“

Er sei betroffen und wolle sich beim Mauthausen Komitee entschuldigen, sagt Ludwig Reinthaler. Zugleich beteuert der Bunten-Chef, dass keiner der fünf Kandidaten an wählbarer Stelle gereiht sei.

Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung hat angekündigt, den Fall zu prüfen. Der Welser Vizebürgemeister und Stadtwahlbehördenleiter Hermann Wimmer sieht sich in seiner ablehnenden Meinung zu den Bunten bestätigt. Wimmer, die treibende Kraft beim Verbot von Reinthalers Wahlliste, wollte aber die jüngste Provokation einer der Sympathisanten nicht kommentieren.

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12 MONATE FASCHING · von SCHREIBER (156) · 12.02.2010 08:54 Uhr

Was soll das ganze, vom Alter her sind's Erwachsen im Geiste noch Kinder. Vergöttern einen BLender(Reinthaler) der sie ohnehin wie eine heisse Kartoffel fallen lässt wenn es es eng wird.
Um so mehr man diesen armseligen Würstchen Beachtung schenkt umso wichtiger glauben sie zu sein.
Die Wahrheit ist, dass sie sehr wohl entbehrlich und über alle Massen lächerlich sind

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Alles nicht so schlimm · von kleinemaus (1397) · 11.02.2010 12:41 Uhr

Viele überkommt die geistige Erregung und stempeln alle sofort zu Nazis, plappert man nicht den Gesinnungsterror der Gutmenschenmafia nach. In den USA geht es mit der NS Ideologie und ihren Symbolen um einiges härter zu, doch das kratzt dort kaum jemanden. Nur bei uns macht die Gutmenschenmafia beim kleinsten Anlaß mediale Standgerichte um im Gerede zu bleiben und das Handerl wieder für staatliche Förderungen aufhalten zu können.
Meinungsfreiheit und die Freiheit den Dresscode selber bestimmen zu können sind höchstes demokratisches Gut. Oder doch nicht? Oder ist es doch so, wie Alfons Haider über den Staat denkt?
Auch der Champagner wurde demokratisiert. Es braucht eben Zeit, um geistige Verbohrtheiten zu überwinden.

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. · von unbekannt (1) · 12.02.2010 00:45 Uhr

dass die herren und damen auf den bildern neonazis sind, ist vielfach belegt, wenn es gewünscht wird, kann das noch mit ein paar hundert anderen fotos, wo sich diese zu dieser hass-ideologie bekennen, belegt werden. das hat überhaupt nichts mit "abstempeln" zu tun. aber sie plappern alles schön nach, was sie offenbar im fp-seminar "gelernt" haben. allein der begriff "gutmensch" ist ein verhetzender begriff von rechtsextremisten, der einzig und allein darauf abzielt, kritikerInnen auf polemische art zu diskreditieren. das, was diese leute (darunter auch reinthaler, der nazi-freund) und vermutlich auch sie unter "meinungsfreiheit" verstehen, hat in wahrheit wenig damit zu tun. wenn es nämlich darum geht, die meinungen von andersdenkenden zu beschneiden, sind die nazis vorne mit dabei. auch reinthaler ist für seine ständigen gerichtsklagen gegen politische gegnerInnen bekannt. wo bleibt da die meinungsfreiheit???!!!???

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Artikel 10. Februar 2010 - 00:04 Uhr
Von Erik Famler
Bild vergrößern Mauthausen-Besuch im Nazi-Outfit

Eine Welser Besuchergruppe provozierte im KZ-Mauthausen mit Nazi-T-Shirts.  Bild: Privat

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