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Oberösterreich

Täglich rückt die Feuerwehr 141 Mal aus

LINZ. Ob Brände, Unfälle, Naturgewalten oder Wespen auf Dachböden: Oberösterreichs Feuerwehren rückten im Vorjahr 141 Mal pro Tag aus, um Menschen zu Hilfe zu kommen.

Die Frauen und Männer in ihren olivfarbenen Drillichen mit den Leuchtstreifen, verzeichneten im Vorjahr sogar um 6000 Einsätze mehr als im Jahr 2008. Besonders statistisch zu Buche schlugen die vielen Wespen- und Hornisseneinsätze. „5572 waren es, drei Mal so viel, wie in normalen Jahren“, sagte Landesfeuerwehrkommandant Johann Huber gestern bei der Präsentation der Bilanz für das Einsatzjahr 2009. Besonders Kräfteraubend waren die tausenden Einsätze beim Hochwasser im Juni, um Keller auszupumpen und Straßen frei zu machen. „Im Vergleich zu anderen Bundesländern sind wir da aber noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Huber.

92.321 Mitglieder haben Oberösterreichs Feuerwehren – großteils freiwillige Helfer, die sofort ausrücken, wenn andere in Not sind – egal ob sie gerade gemütlich mit Freunden oder Familie beisammensitzen oder am Arbeitsplatz sind. Zudem bilden sie sich in Kursen weiter. Dafür müssen die meisten von ihnen Urlaub nehmen. „Unter diesen Bedingungen Ehrenamtliche zu finden, ist schwierig. Aber wir haben gegenüber 2008 einen Zuwachs von 716 Mitgliedern“, sagte Huber.

Der Anteil der zehn- bis 16-Jährigen bei Oberösterreichs Feuerwehren macht 40 Prozent aus. „80 Prozent von ihnen treten in den Aktivstand über“, sagt der Landesfeuerwehrkommandant und fügt hinzu: „Freilich, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge kommen, könnte es Nachwuchsprobleme geben.“

Die 3462 Feuerwehr-Frauen im Land stehen den Männern bei den Einsätzen um nichts nach. In der Führungsebene gibt es zwar erst etwa hundert.

Aber immerhin: Oberösterreich hat seine erste Feuerwehrkommandantin, in Taufkirchen an der Trattnach. Sie ist 48 Jahre jung, verheiratet, Mutter von vier Kindern und wurde im April 2009 als erste Frau an die Spitze einer oberösterreichischen Feuerwehr gewählt – Mostdipf-Preisträgerin Monika Leidinger. Sie befehligt 85 Kameraden, unter ihnen auch ihre Söhne Christoph (22, Gerätewart) und Andreas (20, Oberfeuerwehrmann), ihre Tochter Petra (16, Feuerwehrfrau) und ihr Gatte Otto (49, Hauptfeuerwehrmann).

Die Arbeit im Einsatz macht für die Zehntausenden freiwilligen Helfer im Vergleich nur einen kleinen Teil des Arbeitsaufwandes aus. Der Löwenanteil der 5,9 Millionen Arbeitsstunden im Vorjahr entfiel auf Ausbildung, Verwaltungsbetrieb und vorbeugenden Brandschutz. (no)

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Artikel 03. Februar 2010 - 00:04 Uhr
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Bild: OÖN Grafik

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Feuerwehreinsatz wegen gefährlicher Eiszapfen

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