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Oberösterreich

Traxlmayr: „Ein Rauchverbot in allen Lokalen wäre am fairsten“

LINZ. In 23 Wochen endet für Oberösterreichs Gastwirte die Frist für den Umbau ihrer Lokale in Raucher- und Nichtraucherbereiche. Während viele Branchenkollegen ihren Kopf in den Sand stecken und bisher nichts getan haben, laufen die Planungen im Linzer Traditionskaffeehaus Traxlmayr auf Hochtouren.

„Zuerst haben wir uns über den negativen Bescheid von der Denkmalschutzbehörde gefreut“, sagt Ulrich Traxlmayr, Betreiber des bekannten Kaffeehauses an der Linzer Promenade, das bereits seit dem Jahr 1838 besteht.

Traxlmayr hatte seine Pläne zum Einbau einer verschiebbaren Glaswand innerhalb seines Kaffeehauses beim Denkmalschutz eingereicht und ein „Nein“ dazu erhalten. „Die Denkmalschützer hatten Bedenken hinsichtlich der Gefährdung des Erscheinungsbildes“, sagt Traxlmayr.

Durch den negativen Bescheid, wonach ein Umbau des Lokals wegen der Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes nicht möglich sei, dachte Traxlmayr zunächst noch, er habe jetzt die Wahlfreiheit, das Rauchen in seinem Kaffeehaus zu gestatten oder zu verbieten. Dem ist aber nicht so. „Würde ich jetzt nicht umbauen, müsste ich nach Ablauf der Frist auf ein reines Nichtraucherlokal umstellen“, sagt Traxlmayr, selbst Nichtraucher.

Er änderte seine Pläne, das Denkmalschutzverfahren wurde neu aufgerollt, nun steht einem Einbau einer Glaswand samt Schiebetüren nichts mehr im Weg. Dafür muss Traxlmayr, der sein Kaffeehaus bereits im Vorjahr im großen Stil renovieren ließ, neuerlich 20.000 Euro investieren. „Ich hätte ernste Bedenken, wenn in meinem Lokal ein absolutes Rauchverbot herrschen würde“, sagt der Gastronom. „Kollegen haben damit schlechte Erfahrungen gemacht.“

„In unserem Kaffeehaus ist es nicht so, dass die Mehrheit der Gäste raucht. Aber die Mehrheit der Gäste setzt sich an die Rauchertische.“ Traxlmayr regt die mangelnde Chancengleichheit auf: „Ein Raucher wird viel eher in eines der kleinen Kaffeehäuser gehen, in denen wegen der Wahlfreiheit weiter geraucht werden darf. Ein generelles Rauchverbot wäre am fairsten. Dann würde ich mir auch die Umbaukosten ersparen“, sagt der Gastronom.

Dass ein generelles Rauchverbot der Gastronomie mittelfristig schaden würde, glaubt Traxlmayr aber nicht: „Am Anfang würden wohl weniger Leute fortgehen, aber das würde sich einpendeln. So ist der Mensch auch nicht, dass er nur noch zuhause sitzt und raucht.“

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ein totales Rauchverbot ist die einzige Lösung · von fcp (147) · 06.04.2010 07:48 Uhr

die allen gerecht wird. Damit ist niemand benachteiligt!

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Raucher vs. Nichtraucher · von Muehl4tler (575) · 22.01.2010 19:04 Uhr

Ich habe gestern absichtlich, aufgrund dieser Diskussion hier, bei unserem Wirt in der Gastsube aufgepasst....von 20:00 bis 01:00 kamen 17 verschiedene Leute, dabei war KEIN einziger Nichtraucher....viele kamen zum Zigarettenkaufen und konsumierten in diesem Zusammenhang nu ein paar Bier.
Ich glaube jeder kann sich bildlich das Bild in dieser Gaststube vorstellen dürfte nicht mehr geraucht werden.....

...um eventuellen "dann kommen vielleicht die Nichtraucher wieder"-Meldungen den Wind aus den Segeln zu nehmen: die paar Nichtraucher was bei uns gibt, kommen so auch.

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Süchtige · von contra (325) · 23.01.2010 12:35 Uhr

ist mir auch schon aufgefallen, dass im Mühlviertel der Anteil an Süchtigen in der Bevölkerung ausserordentlich hoch ist - aus welchen Gründen auch immer - dort zählt in erster Linie der Umsatz des Wirtes - es wird im wahrsten Sinne des Wortes "über Leichen gegangen"...

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Artikel 21. Januar 2010 - 00:04 Uhr
Von Robert Stammler
Bild vergrößern „Rauchverbot in allen Lokalen wäre am fairsten“

Nicht die Mehrheit meiner Gäste raucht. Aber die Mehrheit der Gäste setzt sich an einen Rauchertisch. Wir investieren 20.000 Euro für den Umbau.}Ulrich TraxlmayrLinzer Kaffeehaus-Betreiber  Bild: Reiter

Video anschauen OÖN-TV

Absolutes Rauchverbot in Lokalen?

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