Der verheiratete Mann und Vater dreier Kinder soll laut Kriminalisten „fünf Opfer im Alter von 15 bis 18 Jahren in Verbindung mit Alkohol und Drogen sexuell bedrängt und missbraucht haben“.
Eine Fahndungsgruppe, bestehend aus Beamten der Polizeiinspektionen Ottensheim, Puchenau, Bad Leonfelden, St. Martin im Mühlkreis und Enns, hatte etwa ein Jahr lang gegen den 40-Jährigen ermittelt. Der Missbrauchsverdacht wurde nun der Staatsanwaltschaft angezeigt. Auslöser für die Ermittlungen war ein Hinweis im Jänner 2009, dass der Wirt in seinem Lokal im Bezirk Urfahr-Umgebung Kokain und Amphetamine an Gäste verkaufen soll. Der Wirt war bereits amtsbekannt. Saß er doch wegen eines Drogendeliktes in Wels in Haft. „Als er entlassen wurde, hat er weitergemacht“, sagt ein Fahnder.
Jugendliche Abnehmer
Mindestens vier Kilo Kokain im Wert von 280.000 Euro soll der Verdächtige gemeinsam mit einem 36-jährigen Ansfeldner von 2006 bis Sommer 2009 verkauft haben. Mehr als 30 Abnehmer wurden mittlerweile ausgeforscht – unter ihnen auch Jugendliche.
Die Festnahme der beiden Verdächtigen bei einer Kokainübergabe in Feldkirchen an der Donau war turbulent. Der Wirt leistete heftigen Widerstand, der 36-jährige mutmaßliche Komplize versuchte zu flüchten. Aber Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität und der Cobra überwältigten die beiden.
Bei einer Hausdurchsuchung wurden Suchtgift, 700 Euro Geld vom Drogenverkauf und verbotene Waffen, wie etwa ein Totschläger, gefunden. Der Ex-Koch des Wirts wurde auf freiem Fuß angezeigt, weil er die Drogen für den Verkauf in einer Wohnung, gestreckt, abgewogen und verpackt haben soll.
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