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Oberösterreich

Erste Hilfe für Haiti-Opfer auch aus Oberösterreich

LINZ. Mitarbeiter von heimischen Hilfsorganisationen sind auf dem Weg in das vom Erdbeben schwer gezeichnete Haiti. Sowohl Rotes Kreuz, Caritas als auch Diakonie und CARE haben Teams ins Krisengebiet geschickt. Mit dabei auch die Oberösterreicherin Andrea Reisinger.

Mit der aus Kirchschlag bei Linz stammenden Andrea Reisinger, 34, und dem Burgenländer Klaus Palkovits, 42, hat das Österreichische Rote Kreuz gestern zwei erfahrene Katastrophenhelfer nach Haiti geschickt: Beide leisteten bereits nach dem Tsunami Katastrophenhilfe und Wiederaufbau in Sri Lanka.

Die wichtigste Aufgabe von Reisinger und Palkovits ist die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Port-au-Prince. „Trinkwasser ist in einer solchen Situation das Notfallmedikament Nummer eins“, sagt Reisinger. „Nur mit sauberem Trinkwasser können wir das Überleben von hunderten obdachlosen Familien sichern. Gibt es ausschließlich verschmutztes Wasser, folgt dem Erdbeben eine zweite Katastrophe: nämlich der Ausbruch von Seuchen.“

Erste Materialien wie Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Medikamente, Kanister, Wasserreinigungstabletten und Hygieneartikel sind bereits aus dem Rotkreuz-Logistikzentrum in Panama nach Haiti gebracht worden. Reisinger und Palkovits werden die Verteilung dieser und weiterer Hilfsgüter aus Österreich koordinieren.

Hundestaffel einsatzbereit

Auch die Österreichische Rettungshundebrigade (ÖRHB ) hatte Hilfe angeboten: „Wir könnten zwei leichte Bergeeinheiten mit jeweils bis zu sechs Rettungshundeführern sowie gut ausgebildeten Trümmersuchhunden entsenden“, sagt Susanne Götzinger von der ÖRHB. Vorerst wurden die Einsatzeinheiten nicht gebraucht.

Auch die Hilfsorganisation CARE zum Beispiel hat 133 Mitarbeiter in Haiti. Viele von ihnen sind erfahrene Katastrophenhelfer, die schon 2008, nachdem Wirbelsturm Hanna über die Insel hinweggezogen war, im Einsatz standen. „Das war der schwärzeste Tag für Haiti“, sagt Joseph Francoeur Jean, Projekt-Manager im CARE-Büro in Gonaives und fügt hinzu: „Es war auch ein schwerer Schlag für unsere Kollegen.“

Neben der Versorgung mit Wasser und Nahrung, geht es jetzt auch darum, den Menschen psychosoziale Hilfe zukommen zu lassen. „Wir wollen den Betroffenen langfristig zu helfen, ihre Häuser und ein neues Leben aufzubauen“, sagt Francoeur.

Mehr zur Erdbeben-Kathastrophe auf Haiti finden Sie auf Seite 8.

Kommentare
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Artikel 16. Januar 2010 - 00:04 Uhr
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Der Linzer Werner Aumayer (li.) ist mit seiner Rettungshundestaffel in Alarmbereitschaft. Andrea Reisinger (re.) aus Kirchschlag sitzt gerade im Flieger nach Haiti - sie wird am Wochenende im Krisengebiet eintreffen.  Bild: OÖN Grafik

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