Der Bordtechniker der Hörschinger Fliegerstaffel geriet 2006 in den Strudel geheimdienstlicher Ermittlungen. Als Kontaktmann zum russischen Geheimdienst soll er bei der Weitergabe geheimer Daten eine Rolle gespielt haben, so der gegen ihn erhobene Vorwurf. Die Voruntersuchung wurde 2008 eingestellt. Das Bundesheer hob daraufhin auch die Suspendierung auf.
Seither wähnt sich Harald S. als Opfer eine Intrige und glaubt auch zu wissen, wer ihn damals denunziert hat. Über seinen Linzer Rechtsanwalt Johannes Hintermayr brachte der Vizeleutnant etliche Klagen gegen einen Ex-Freund aus Wildschönau (Tirol) ein. Conrad G. verkaufte S. vor Jahren einen gebrauchten Lamborghini. Die beiden wurden Freunde und verbrachten auch gemeinsame Urlaube. Das Zerwürfnis begann mit einem Motorschaden. „Das Lamborghini-Werk hat einen falschen Kolben eingebaut. Doch S. behauptet bis heute, ich sei schuld gewesen, obwohl mir ein Gutachten recht gibt“, sagt der Tiroler Tuning-Spezialist.
„G. hat den Verdacht gegen meinen Mandanten inszeniert und wollte seinen Spionage-Vorwurf über verschiedene Medien verstärken“, sagt Hintermayr.
Im August 2006 besuchte Bundespräsident Heinz Fischer das malerische Wildschönau. Dabei wurde das Staatsoberhaupt auch in G.’s Unternehmen gelotst. Bei dieser Gelegenheit soll der Tiroler seinen früheren Freund angeschwärzt haben: „Das ist völliger Schwachsinn“, sagt G. heute. „Im Gegenteil. Er hat mich überall angezeigt und mir die Steuerfahndung an den Hals gehetzt.“
Bei der Innsbrucker Justiz sind dazu mehrere Verfahren im Laufen. Um den Wahrheitsbeweis anzutreten, will Hintermayr nun auch den Bundespräsidenten im Zeugenstand sehen. „Ein Journalist erklärte meinem Mandanten, er wisse aus dem Ministerium, dass G. beim Bundespräsidenten interveniert habe. Da sich der News-Redakteur auf das Redaktionsgeheimnis beruft, wäre interessant zu erfahren, was Heinz Fischer zu der Causa zu sagen hat“, so Hintermayr. Dass Fischer deshalb von der Tiroler Justiz in den Zeugenstand gerufen wird, gilt jedoch als unwahrscheinlich.
Juristisch kämpft der Laakirchner Vizeleutnant übrigens an mehreren Fronten. Die ermittelnden Beamten müssen schon demnächst mit einer Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs rechnen.
Zu "Unrecht" ist ein weiter Begriff, erst recht vor dem Hintergrund einer Einstellung des Verfahrens wegen Verjährung. Auch stellt sich die Frage, wie sich ein Bordtechniker einer Fliegerstaffel ein so teures Fahrzeug wie einen Lamborghini leisten kann. Da ist es nur konsequent, wenn man die Finanz für sich arbeiten läßt oder die Staatsanwaltschaft, die muss man wenigstens nicht bezahlen, dafür gibt es ja Steuergelder ... Alles in allem schon unglaublich, mit was sich Gerichte auseinandersetzen müssen S.K.
Dass es sich da nur um einen dilettantischen Versuch handelt,den Bundespräsidenten ein wenig"anzupatzen",wird nicht jedem verborgen bleiben.Und aus welchem Eck die Aktion kommt,ist auch bekannt.Das einzig bemerkenswerte ist,dass sich in der Redaktion da jemand als Helfer einspannen lässt!
ist völlig sinnlos, da der Amtsmißbrauch inzwischen eher die Regel als die Ausnahme ist.
Und es wird wie immer nie nachweisbar sein, daß die "Ermittler" nicht einfach zu blöd für ihren Job waren, sondern mit Vorsatz gehandelt haben.
Seit ein LH im Land der vom Himmel gefallenen Sonne den "Deppenschein" (frei nach herbertw) erhalten hat, ist es doch amtlich, daß unsere Amts- und Würdenträger Amtsmißbrauch nicht erkennen können & daher auch nicht bestraft werden dürfen.
Das gilt - wie die Unschuldsvermutung - natürlich auch für sämtliche IM's, LPK's und Sicherheitsdirektoren.
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