Das Ende der Produktion in der Linzer Tabakfabrik kam nur zwölf Jahre nach der 1997 gestarteten Privatisierung der Austria Tabakwerke. Im Herbst 2007 waren die 300 Mitarbeiter in Linz von Japan Tobacco International (JTI), dem neuen Eigentümer der Fabrik, informiert worden, dass der Betrieb Ende 2009 eingestellt wird.
„Wir haben uns damals angesehen und waren fassungslos. Wir konnten es nicht glauben, dass zugesperrt wird, weil die Zigarettenproduktion in Linz sehr gut lief“, sagte gestern Walter Meier (58), der 27 Jahre in der Fabrik arbeitete. Seit Juli ist er in Altersteilzeit, die Produktion wurde aber bereits Ende September eingestellt.
Sozialplan für Mitarbeiter
Ein paar jüngere Kollegen seien in das Werk in Hainburg (Niederösterreich) übersiedelt, das käme für ihn aber nicht mehr in Frage. Laut Andrea Stelzer, Pressesprecherin der JTI/Austria Tabak in Wien, gibt es einen Sozialplan: „Ein Teil der Linzer Mitarbeiter ist in Pension oder im Vorruhestand. Es gibt eine Arbeitsstiftung und Umschulungen.“
Während andere Linzer Kollegen gestern zu keiner Stellungnahme für die Öffentlichkeit bereit waren, sagte Meier offen, was er denkt: „Die Linzer Tabakfabrik zu verscherbeln war ein großer Fehler. Meine 81-jährige Mutter hat 33 Jahre lang in der Tschickbude gearbeitet, und ich habe dort schon den Werkskindergarten besucht.“
Seit Oktober waren in der Linzer Tabakfabrik nur noch zirka 20 bis 30 Mitarbeiter im Einsatz. Sie bauten Maschinen ab, räumten Lager und Büros. Nur sie durften gestern mit ihren Chefs bei einem kleinen Festakt dabei sein: Robert Seibezeder, der Leiter der Linzer Tabakfabrik, übergab an Finanzstadtrat Johann Mayr symbolisch den Schlüssel des Hauses.
Privat is tbesser als der Staat - war ja das Motto - also Verkaufen! Die Käufer haben den Kaufpreis innerhalb von 6 Jahren wieder hereingebracht - und weiter verkauft - dann Produktionsauslagerung und zu guter Letzt Rückkauf des Areals durch die Öffentliche Hand - Das sind die "Geschäfte" der VP-FP Koalition gewesen!
sie verstecken sich wie bei der Telekom oder Post, Quelle u. u. u.. warum werden diese marinetten noch immer gewählt. liebes
arbeitervolk werdet doch munter.
Ein Frohes Fest zum nachdenken.
Gratis-Zigaretten, völlig überhöhte Löhne, großteils pragmatisiert, eigene Krankenkasse, billige Werksküche, dubiose Sozialleistungen usw. Traurig, traurig, wenn Ex-Mitarbeiter auf den Stand eines "normalen" Arbeiters, zurück fallen. Ach ja, da gibts ja noch Vorruhestand, Altersteilzeit, Umschulungen und Arbeitsstiftung. Schade, wieder wird da ein Unterschied zu einem "normalen" Arbeiter, gemacht.
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