So könnte die Salzachbrücke aussehen. Münden wird die längste Brücke Oberösterreichs in Güterwege und kleine Landstraßen.
Dutzende Brückengegner machten gestern in der Fridolfinger Rupertihalle ihrem Unmut Luft und fordern den sofortigen Planungsstopp.
Seit mehr als zehn Jahren plant der bayerische Landkreis Traunstein mit dem Land Oberösterreich den 35 Millionen Euro teuren „Brückenschlag“. „Dieses Projekt ist zukunftsweisend“, schwärmt Landrat Hermann Steinmaßl (CSU), der das bilaterale Projekt federführend leitet.
Anrainer und Umweltschützer sehen das anders. Sie fürchten um die Ruhe im Naturschutzgebiet „Natura 2000“ rund um das Salzachufer. Josef Frech, Gemeinderat der Ökologischen Liste in Fridolfing, organisiert bayerische und österreichische Brückengegner in der Bürgerinitiative „Vernunft statt Salzachbrücke“. „Der Bau käme nicht nur einer ökologischen Katastrophe gleich. Das ist eine Verschwendung von Steuergeldern, wie sie mir noch nie untergekommen ist“, sagt er. Denn die mehr als einen Kilometer lange Verbindung mündet auf beiden Seiten in kleine Landstraßen und Güterwege. Die Bürgerinitiative wittert hinter dieser Tatsache den geplanten Ausbau des Straßennetzes, um eine neue Transitroute möglich zu machen.
„Das ist völliger Blödsinn. Es werden keine Straßen ausgebaut“, wehrt sich Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (VP), zuständig für Straßenbau, gegen diese Vorwürfe. „Die Dimensionen müssen so ausgeführt werden, damit die Brücke in 30 Jahren noch zeitgemäß ist. Es soll nicht gleich wieder Geld in die Hand genommen werden müssen“, sagt Hiesl. Einfluss auf die Planung könne er nicht nehmen.
Herbert Huber (SP), noch amtierender Bürgermeister in St. Pantaleon, hält nichts von den Bestrebungen der Bürgerinitiative. Er befürwortet den Bau: „Auch wenn sie jeden Tag eine Veranstaltung organisieren, wird es nichts ändern.“ Der Fridolfinger Bürgermeister Johann Schild (SPD) stimmt Huber zu: „Die Brückengegner sind festgefahren. Das bestehende Straßennetz lässt gar nicht zu, dass Mautflüchtlinge die neue Brücke nutzen.“
Ist erst einmal eine leistungsfähige Brücke da, kommen auch die leistungsfähigen Strassen dazu und damit der TRANSIT. Das ist ein Prozess der über Jahrzehnte geht. Unsere Politiker können das nicht (mehr) verstehen, weil sie in ihren Denkmustern (möglicherweise altersbedingt) in den 60er und 70ern des letzten Jahrhunderts stecken geblieben sind. Sie verbauen im wahrsten Sinne des Wortes der Jugend die Zukunft. OBERÖSTERREICH darf kein zweites TRANSITBUNDESLAND wie TIROL werden. Die SCHWEIZ macht es uns richtig vor. Bitte NACHMACHEN !!!
... aber das tu nsie ohnehin, den sonst würde nsie nicht über die Strasse nschimpfen
))) Oh Gott, seits ihr Hinterwäldler!!!
Kennen Sie die Gegend dort ?
Es gibt ganz in der Nähe bei der Ortschaft Ettenau eine kleine Brücke nach Tittmoning in Deutschland.
Warum kann man diese Brücke nicht ausbauen? Zur Zeit Fährt viel Schwerverkehr an St. Pantaleon vorbei in Richtung Salzburg. Die Straße ist sehr schön ausgebaut. Für die "neue Brücke" ist also kaum Bedarf da!
Ebenso gibt es zum benachbarten Bayern ein Brücke nach Burghausen, welche ebenfalls genützt werden kann, also auch nur ein paar Kilometer weiter.
Wenn man die Gegend nur ein wenig kennt, versteht man dieses Verkehrskonzept eigentlich nicht!
Noch dazu, wo in Lauffen bereits die nächste Brücke ebenfalls ausgebaut werden könnte!
Eine derart überdimensierte Brücke --mit Güterwegen durch eine Aulandschaft-- versteht dort kaum jemand!