Fast im Minutentakt bimmelt sein Handy: „hotspots“-Organisationsleiter Edi Altendorfer ist im Stress. „Das Geschirr wird geliefert“, sagt er. Es klingt, als würde er einen Punkt in seiner To-do-Liste abhaken. Der umtriebige Gründer der „Netzwerk-Gruppe“, einer Beratungs- und Eventagentur für die Gastronomie, hat alles im Griff. Er muss mit seinem Team ein Ambiente schaffen, das die Besucher nicht so schnell vergessen werden. Die Farbwahl ist dezent. Der Saal wird in Weiß gehalten: „Das Schlichte wird die Stimmung ausmachen.“
15 Top-Köche und 65 heimischen Küchenchefs werden in der eigens errichteten Küche für 800 Gäste kulinarische Höhepunkte vorbereiten. Was brauchen Starköche um ein neun-gängiges Festmenü zu zaubern? „Viel zu viel“, sagt Fritz Draxler lachend. Der Chef von Spitz Catering zeichnet gemeinsam mit Köchin Martina Lettner für Einkauf und Infrastruktur verantwortlich. Die Einkaufslisten der Köche sind lang: 34 Kilo Entenleber, 2500 Austern, 100 Kilo Zwiebeln und 90 Kilo Lachsfilet werden verarbeitet. Das Gemüse wird auf Paletten angeliefert. Pro Gang trinken die Gäste 150 Flaschen Wein.
Beim Besuch in der Küche kann man eine Stecknadel fallen hören. Die Vorbereitungen der Hilfsköche laufen stillschweigend ab. Die Zutaten sind knapp kalkuliert. Nur was wirklich gebraucht wird, wurde eingekauft. Was, wenn nun ein Starkoch wie Tim Mälzer etwas anbrennen lässt? „Für 80 zusätzliche Portionen ist gesorgt“, sagt Martina Lettner. Sie kontrolliert den Aufbau der beiden Laufbänder, auf denen jeweils 400 Teller gleichzeitig ausgegeben werden. „Sie müssen schon jetzt fix und fertig aufgereiht werden.“
120 Mitarbeiter werden die Schmankerl heute servieren.
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