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Oberösterreich

Ministerium übt heftige Kritik am Westring

LINZ. Von unerwarteter Seite erhalten die Gegner des Westringes Unterstützung. Das Lebensministerium übt in einer Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitserklärung Kritik an dem Verkehrsprojekt.

Mit 18 Seiten fällt die Stellungnahme des VP-geführten Ministeriums (Niki Berlakovich) umfangreich aus. Und sie wird, davon geht Grün-Gemeinderätin Gerda Lenger aus, Straßenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl (VP) nicht gefallen.

So stehe der Linzer Westring „in seinen Auswirkungen der Zielerreichung des Kyoto-Protokolls und weiterer, verbindlicher Emissionsreduktionsziele wie dem Emissionshöchstmengengesetz-Luft deutlich entgegen.“ Die „im Rahmen der Erhebung der verkehrlichen Grundlagen und der Verkehrsprognosen getroffenen Annahmen zur Fortschreibung der Verkehrsentwicklung“ bezeichnet das Ministerium als „nicht nachvollziehbar.“

Auch vom Kosten-Nutzen-Effekt ist das Ministerium nicht überzeugt: „Geht man daher für das Jahr 2025 von keiner Zeiteinsparung durch das Vorhaben aus, beträgt das Nutzen-Kosten-Verhältnis der geplanten Investition maximal 0,60 und unterschreitet somit die Grenze der Realisierungswürdigkeit.“

Dass die A 26 eine Lösung der überlasteten Verkehrssituation in Linz herbeiführen könnte, ist laut Ministerium „nicht nachvollziehbar, da die Auswirkungen solcher Autobahnringe bekannt und in Studien dokumentiert sind.“ So würde etwa Verkehrsplaner Hermann Knoflacher schreiben, „dass derartige Projekte zu Zersiedlung und Verlagerung der Stadtwirtschaft an die Peripherie führen und damit auch die Vernichtung und der Niedergang der innerstädtischen Wirtschaft verbunden sind.“

„Nach dieser Stellungnahme muss auch LH-Stellvertreter Franz Hiesl einsehen, dass das Westringprojekt in eine umwelt- und wirtschaftspolitische Sackgasse führt“, glaubt Lenger.

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Das Versprechen einlösen · von na-so-was (1112) · 27.08.2009 23:20 Uhr

und die (echten) Karten wirklich auf den Tisch legen - offen und ehrlich ! Es macht keinen Sinn die Bevölkerung hinters Licht zu führen um ein schädliches Projekt namens WESTRING getarnt als Pendlerlösung durchzudrücken! Der Westring wird Teil einer neuen transeuropäischen Nord-/Süd Achse, welche den Verkehr nach Linz zieht, sodass die Pendler letztendlich erst recht auf der Strecke bleiben! Diese Tatsache wird von der "hohen" Politik in Stadt und Land tunlichst verschwiegen. Gefährlich wird es aber, weil sich EINER besonders hervor tut um sich mit diesem Projekt ein fragwürdiges Denkmal zu setzten, dabei jeden Realitätssinn verliert und andere (über Parteigrenzen hinweg)zu willfährigen Handlangern degradiert.

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(M)ein Gedanke dazu: Na und? · von hopfo (2332) · 28.08.2009 08:29 Uhr

Linz eignet sich hervorragend als Verkehrsdrehscheibe. Die Voest hat uns schon lange genug erpresst. Wenn die sich endlich nach Rumänien verzupfen, satteln wir halt um. Das ist der Vorteil wenn, man/frau mehr als voesteln gelernt hat zwinkern

LinzerInnen wimmern nicht, LinzerInnen sind flexibel grinsen

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na so was aber auch · von BigTeddy (733) · 28.08.2009 07:23 Uhr

Geographie 5! Tipp: Vielleicht doch mal eine Landkarte ansehen und merken, der Westring ist keine Transitroute. Warum sollte jemand einen Umweg durch einen Tunnel machen, wenn die Stadtautobahn direkt in die Westautobahn einmündet oder bist du im Besitz von Akten, in denen steht, dass eine neue Autobahn von Rohrbach oder Aigen runter bis Linz gebaut wird?

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Artikel 27. August 2009 - 00:04 Uhr
Von Eike-Cl. Kullmann
Bild vergrößern Ministerium übt heftige Kritik am Westring

So könnte der Linzer Westring einmal aussehen (Bahnhofs-Abschnitt).  Bild: Stadtplanung Linz

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