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Oberösterreich

„Das Wort Freund nicht auf das echte Leben übertragen“

LINZ. Andreas Sator (19) aus Weistrach im Bezirk Amstetten nutzt Facebook täglich. Nachdem er heuer an der Handelsakademie Steyr maturiert hat, bleibt er so mit seinen Schulfreunden in Kontakt.

OÖN: In Österreich sind rund 600.000 Personen bei Facebook registriert. Weshalb bist du dabei?

Sator: So kann ich mit Bekannten in Kontakt bleiben, die ich sonst aus den Augen verlieren würde. Das ist für mich gerade jetzt sehr wichtig, weil sich ein Großteil meiner Freunde im Sommer wegen verschiedener Studien und Jobs auf ganz Österreich verteilt.

OÖN: Wie viel Zeit verbringst du durchschnittlich auf der Plattform?

Sator: Das ist schwer zu sagen. Für mich ist Facebook keine Hauptbeschäftigung. Wenn ich am Computer arbeite, dann bin ich meistens nebenbei online. Und online bin ich ungefähr zwei Stunden am Tag.

OÖN: Wie gestaltest du dein Profil auf Facebook?

Sator: Ich habe dort einige Fotos hochgeladen. Am meisten beschäftige ich mich aber mit den Statusmeldungen. Damit kann ich der Welt, oder besser gesagt meinen Kontakten mitteilen, was ich gerade mache. Das hört sich vielleicht komisch an, ist aber wirklich interessant.

OÖN: Unterscheidet sich Facebook von anderen „Web Communities“?

Sator: Ja, auf jeden Fall. Die Performance, darunter versteht man die Erreichbarkeit und Ladezeit, ist bei Facebook deutlich besser, verglichen mit anderen „Web Communites“. Was Facebook zusätzlich so interessant macht, ist seine Internationalität. Man kann dort ganz leicht mit Menschen anderer Länder und Kontinente in Kontakt treten.

OÖN: Könnten dir manche Fotos, Videos oder Kommentare zum Verhängnis werden?

Sator: Ich bin zwar nicht so interessant wie der MI6-Chef John Sawers (dessen Frau stellt private Fotos ihres Gatten online, Anm.), doch ich verwende trotzdem ein Pseudonym, um kein Risiko einzugehen. Außerdem ist mein Profil nur für von mir bestätigte Freunde zugänglich.

OÖN: Verlieren wahre Freundschaften durch den definierten Begriff „Freund“ an Bedeutung?

Sator: Man darf das Wort „Freund“ nicht auf das echte Leben übertragen. Dort hat es eine viel tiefgründigere Bedeutung als auf Facebook. Ich bin ja auch mit Robert Wiesner und Herrn Palfrader „befreundet“, obwohl ich die beiden nur aus dem Fernsehen kenne. Ich sehe aber weder reelle Freundschaften in Gefahr, noch verlieren diese durch soziale Netzwerke an Bedeutung.

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Artikel 18. Juli 2009 - 00:04 Uhr
Von Lisa Rahofer
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User: Andreas Sator (privat)  Bild: privat

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