Einen 4,5 Kilometer langen Waldweg absuchen, dabei vier vermisste Personen finden und das bei schwülem, heißem Wetter und einem Zeitlimit von 90 Minuten. Das Trio der Staffel Steyr-Ennstal hat das in 1:25 Stunden geschafft.
Das war selbst für Sokke und ihr Frauchen Karin Schaufler aus Puchenau nicht ohne: „Das war für den Hund eine Herausforderung und für mich auch.“ Vier Kilometer, so lange hatte der Labrador-Mischling noch nie durchgesucht. Bei wirklichen Einsätzen wechseln sich die Hunde ab. Doch Sokke hat ihre Sache gut gemacht, wie Frauchen versichert. „Ich brauch sie nicht schicken. Sobald sie etwas in die Nase kriegt, geht sie in das Gelände und sucht es ab. Sie teilt sich die Kraft selber ein“, sagt die Puchenauerin nicht ohne Stolz. Der Turniersieg des Staffel-Teams Steyr-Ennstal war dennoch knapp. Nach der Suchübung lag man mit einem zweiten Team gleichauf. In puncto Gehorsam und Gewandtheit hatten Ella, Levi und Sokke am Schluss jedoch die Nase vorne. Doch aus der Übung kann schnell der Ernstfall werden. Sokke und Frauchen Petra Schaufler haben bereits an die 30 Rettungs- beziehungsweise Sucheinsätze hinter sich. Meist waren es ältere Menschen, die es möglichst schnell zu finden galt. Ins Ausland wurden beide bisher noch nicht einberufen.
Seit sieben Jahren trainieren die beiden als offizielles Rettungsteam. „Ich wollte immer einen eigenen Hund und dann mit ihm etwas Sinnvolles machen“, sagt die Puchenauerin. Von der Rettungshundebrigade erfuhr sich durch Zufall. „Ich hab mir gedacht, das probier ich einfach aus.“
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