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Oberösterreich

Trinkwasser nach Flut verseucht: 40 Kranke

STEINBACH/Attersee. Etwa 40 Bewohner von Steinbach leiden an Brechdurchfall, weil das Trinkwasser in der Gemeinde verunreinigt ist. Durch das Hochwasser dürften Bakterien in drei Quellen gelangt sein.

Laut einem ersten Laborergebnis handelt es sich um koliforme Keime, einfach ausgedrückt: Darmbakterien von Tierausscheidungen. 700 Haushalte in Steinbach sollten daher das Wasser, das aus ihren Leitungen kommt, nicht mehr trinken. Der Steinbacher Bürgermeister Franz Kneißl rät den Bewohnern, „das Wasser mindestens drei Minuten abzukochen. Babynahrung sollte mit Mineralwasser zubereitet werden.“

Kneißl hofft, „dass wir die Situation binnen 14 Tagen im Griff haben.“ „Es gibt Überlegungen, das Wasser mit Chlor zu desinfizieren“, sagt der Wasserexperte des Landes, Wolfgang Heinisch: „Hochwasser führt immer Keime mit. Dass Brunnen verunreinigt werden, kommt aber selten vor.“

Eine nach einem Murenabgang in Attersee verhängte Evakuierung von vier Häusern wurde Donnerstagabend wieder aufgehoben. Die zwölf Betroffenen hatten eine Nacht in Ausweichquartieren verbringen müssen.

In Oberösterreich wurden die Vorwarngrenzen an den Flüssen gestern überall, außer in Grein, wieder unterschritten. Die Aufräumungsarbeiten werden noch Tage dauern. Österreichweit wird der Hochwasserschaden auf 80 Millionen Euro geschätzt. (no)

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Artikel 27. Juni 2009 - 00:04 Uhr
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Soldaten bei Aufräumungsarbeiten in Spitz/Donau (APA)  Bild: APA

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