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Oberösterreich

Ursulinenhof in Linz brennt

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Bild: Alfred Reiter

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Ursulinenhof brennt Bild: Alfred Reiter

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Rückblick'09: Der Ursulinenhof brennt

LINZ. Feuerwehr, Polizei und Rettung sind heute, Mittwochnachmittag im Großeinsatz in der Linzer Landstraße: Der Ursulinenhof brennt. Kurz nach 17.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle Der neu errichtete Festsaal ist komplett zerstört.

Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dach und waren kilometerweit zu sehen. Das Gebäude wurde umgehend evakuiert. Ebenso die angrenzende Harrachstraße, in der sich Schaulustige befanden.

Die Feuerwehr löschte von der Drehleiter aus, über dem Dach stieg lange Rauch auf, auch der beißende Geruch war kilometerweit wahrzunehmen. Hunderte Schaulustige erschwerten anfangs die Arbeit der Rettungskräfte. Die Feuerwehr hatte den Brand kurz nach 17.30 Uhr unter Kontrolle. „Brand aus“ wird aber nicht vor Mitternacht erwartet.

Kurzfristig griff der Brand auf die angrenzende Karmelitenkirche über, diese wurde aber nicht beschädigt.

Straßenbahnlinien wurden vorübergehend eingestellt, einige Besucher vom Höhenrausch sollen evakuiert worden sein. Ganze Straßenzüge wurden rund um das Stadtzentrum gesperrt. Nach Informationen des Roten Kreuzes wurde niemand verletzt.

Neu errichteter Festsaal zerstört

Nach ersten Informationen wurde der Südtrakt des Ursulinenhofs Opfer der Flammen. Der Dachstuhl wurde komplett, die Schaltzentrale der Klimaanlage, der Regieraum und der Festsaal, der erst im Jahr 2000 neu errichtet worden war, zerstört. Wie ein Mitarbeiter der Gebäudeverwaltung berichtete, dürfte das Feuer durch Schweißarbeiten im Erdgeschoß ausgelöst worden sein. Die Flammen stiegen demnach durch ein Rohr auf und breiteten sich im Dachstuhl aus. Die Eröffnung des Lokals, bei dessen Bauarbeiten das Feuer ausgebrochen war, wäre in zwei Wochen geplant gewesen.

Das darunterliegende Stockwerk, in dem sich u.a. der Oberösterreichische Presseclub befindet, wurde durch Löschwasser schwer beschädigt. Das Linz09-Projekt „Höhenrausch“, dessen luftiger Pfad aus Holz u.a. über den Ursulinenhof führt, nahm durch den Brand keinen Schaden.

Kunstssammlung gerettet

Vor einem Feuer konnte eine seit kurzem in dem Gebäude untergebrachte Kunstsammlung des Landes gerade noch gerettet werden. Den Einsatzkräften gelang es, die Flammen kurz davor zu löschen. Die Artothek hätte kommende Woche eröffnet werden sollen.

Die Medienzentrale, die das Land Oberösterreich für die am Sonntag stattfindende EU-Wahl im Ursulinenhof eingerichtet hätte, wird voraussichtlich ins Landhaus verlegt.

Aus Übung wurde Ernst

Erst am Vormittag hatte im benachbarten Passage City Center, dem größten städtischen Einkaufszentrum, eine Übung der Feuerwehr gemeinsam mit dem Roten Kreuz stattgefunden. Die Einsatzkräfte waren dabei von einem vergleichbaren Szenario ausgegangen.

3 Kommentare
Ursulinenhof · von GottfriedKreuz · 04.06.2009 10:22 Uhr

Na Gott sei Dank! Stadt Linz und Land Oberösterreich, die seit den Abrissen von Schloss Hagen (1964), Wollzeugfabrik (1969) und Nikolauskirche nebst Umgebung (1975) kaum noch Opfer ihres schrebergärtnerischen Größenwahns finden konnten und zuletzt sogar dazu übergehen mussten, längst verschwundene Gebäude zu verhunzen (Südtrakt des Schlosses), haben nach dem Brand des Ursulinenhofs endlich wieder die Möglichkeit, mitten in ihre winzige Altstadt einen weltmännischen Glasbetonhaufen zu pflanzen. Denn was wetten wir, dass genau das geschehen wird? Wir sind ja schließlich Kultur! Oder sollte die Lieblingsstadt des Führers inzwischen gelernt haben, dass man Wertvolles doch besser bewahrt - vor allem wenn man so wenig davon hat? Ich würde mich wundern. Aber ich gebe zu: Ich würde mich gerne wundern.

 
Dieser Brand erinnert mich frappant an · von observer · 03.06.2009 21:06 Uhr

den jahrzehntelang zurückliegenden
Brand eines der Türme der Pöstlingbergkirche, er damals im Zuge von Schweissarbeiten aufgetreten ist. Meines Wissens wurden auch im jetzt betroffenen Trakt des Ursulinenhofes Umbauten beim Rstarationsbetrieb durchgeführt, wobei dies
natürlich auch Zufall sein kann. Auf alle Fälle wäre es aber bei potentiell "brandgefährlichen" Arbeiten an solchen Objekten nict falsch, baubegleitend eine dauernde Beaufsichtigung durch Organe der Feuerwehr durchzuführen.
Die Kosten dafür stünden i keinem Verhältniss zu den Folgekosten eines Brandes. Leider scheint man aber as der Vergangenheit (Pöstlingberirche) nichts zu lernen,überhaupt wenn erartige Ereignisse schon lange zurückliegen.

 
Fotos · von a_kep · 03.06.2009 19:58 Uhr

Diverse Fotos vom Brand zu finden unter

http://www.flickr.com/photos/tags/branduhof/

 

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