Der professionellen und vor allem schnellen Reaktion eines Piloten dürfte das glimpfliche Ende eines Hubschrauberabsturzes Samstagvormittag in Timelkam (Bezirk Vöcklabruck) zu verdanken sein, berichtete die Sicherheitsdirektion Oberösterreich. Die Maschine stürzte aus vorerst ungeklärter Ursache ab und überschlug sich. Alle vier Insassen kamen mit dem Schrecken davon.
Gegen 9.30 Uhr stürzte der Helikopter, der vom Flugplatz Wels zu einem Fotoflug im Raum Timelkam unterwegs war, nach etwa 30-minütiger Flugzeit von einer Flughöhe von rund 150 Meter in ein Feld nahe der Trattberg Landesstraße bei der Ortsschaft Grillmoss bei Ungenach. Die Besatzung der Maschine - neben dem 38-jährigen Hubschrauberpiloten drei Männer zwischen 38 und 41 Jahren - war zum Zeitpunkt des Unfalles im Auftrag einer Rohölaufsuchungsgesellschaft unterwegs, um Informationen für den Bau einer neuen Gaspipeline einzuholen.
Obwohl die Kanzel durch den Überschlag völlig zerstört war, konnten sich die vier noch selber aus dem Wrack befreien. Der Pilot konnte einen Brand in der Turbine mit dem Bordfeuerlöscher und einem Feuerlöscher eines in der Nähe angehaltenen Pkw-Lenkers löschen. Wie sich später herausstellte, erlitten die vier Insassen nur leichte Schürfwunden und Prellungen und konnten sogar nur wenige Stunden nach dem Crash schon wieder das Landeskrankenhaus Vöcklabruck verlassen.
"Der Pilot hat nach Aussage der drei Passagiere extrem ruhig reagiert", berichtete Markus Mitlöhner von der Sicherheitsdirektion. Der Pilot habe nur gemeint, es gebe technische Probleme und er müsse runter gehen", so Mitlöhner über den Unfallhergang. "Während der Notlandung ist dann der Hubschrauber abgestürzt." So hätten dem erfahrenen Piloten nur noch zehn Meter zur sicheren Landung gefehlt.
Rätselraten herrschte am Nachmittag nach wie vor über die Ursache des Unglücks. Ein Teil des Hauptrotors ist rund 200 Meter von der Absturzstelle gefunden worden. Ob dieser während des Fluges weggebrochen ist und so der Problemverursacher war oder durch den Aufschlag so weit weggeschleudert wurde, war Teil der Erhebungen durch die Flugunfallkommission, die die Ermittlungen aufgenommen hat.
Es ist erfreulich zu hören, dass es immer wieder Piloten gibt die ihre Maschine bestens kennen und für alle Fälle gewappnet sind. Herzlichste Gratulation dem Piloten für seine Leistung
Öffentliche Schule in Gmunden will Schüler-Impfungen stoppen
Nokia verlagert Smartphone-Produktion nach Asien
Sotschi: Die Reise in den olympischen Sperrbezirk
Pühringer im OÖN-Interview: „Die Regierung steht unter Erfolgszwang“