Regioliner, City-S-Bahn, Mühlkreisbahn: Reizworte, sowohl für die zuständigen Politiker als auch für die Pendler aus dem Mühlviertel. Nach der Regierungssitzung Ende Jänner zeichnete sich im Streit um die Anbindung Rohrbachs mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein Kompromiss ab. Gemeinsam wollten die Parteien Experten aussuchen, die die Varianten vergleichen und bewerten sollen. Das ist mittlerweile auch geschehen, der Auftrag ist vergeben. Aber dann wurde der Friede durch eine Unterschrift an der falschen Stelle gestört.
Landeshauptmann-Stv. Franz Hiesl (VP) hat in jener Zeile unterschrieben, wo eigentlich Landeshauptmann-Stv. Erich Haider (SP) seine Signatur hätte machen sollen. Das Offert zur Prüfung der Varianten wurde abgeschickt, niemand bemerkte den Fehler der Kanzlei. Bis Haider vor wenigen Tagen das Ganze reklamierte. Hiesl entschuldigte sich gestern in der Regierungssitzung, Haider nahm diese auch an, doch nun wird erneut heftig darüber diskutiert, welche Varianten den Experten zur Prüfung vorgegeben wurden.
Hiesl warf Haider gestern Verzögerungstaktik vor: „Er will, dass das Ergebnis der Experten nicht vor der Landtagswahl fertig ist. Aber wir werden es noch vor dem Sommer auf dem Tisch haben.“ Haider kontert: „Falsch. Ich will das Ergebnis bis Juli haben. Mir geht es darum, welche Varianten Hiesl prüfen lässt. Angeblich sind es zehn. Ausgemacht waren aber nur zwei, Regioliner und City-S-Bahn.“ (kran)
Es gehören natürlich alle Varianten geprüft, aber eine Eisenbahn ist natürlich auf einer langen Strecke sinnvoller, da man damit auch den Güterverkehr erhalten kann und eine Eisenbahn für lange Fahrten bequemer ist als eine Straßenbahngarnitur. Die Linz Ag sollte sich lieber bemühen, in Linz das provinzielle Verkehrsangebpot zu attraktivieren.
Bei der Mühlkreisbahn wäre am besten eine Anbindung mittels eines Tunnels durch den Römerberg direkt zum Hauptbahnhof und damit ans nationale und internationale Verkehrsnetz.
1) Auf der Mühlkreisbahn ist der Güterverkehr schon seit langer Zeit eingestellt,
2) Es gibt auch jetzt schon eine Verbindung zum Hbf, nämlich über die Eisenbahnbrücke.