Eine Gruppe von acht mit Frauen liierten Priestern – die meisten davon mit Kindern – will sich jetzt für Pfarrer Josef Friedl mit einem Schreiben an Bischof Ludwig Schwarz einsetzen. „Wir wollen den Bischof ersuchen, für die Situation von Josef Friedl Verständnis zu haben und Milde walten zu lassen“, sagt Werner K. (Name der Redaktion bekannt), Pfarrer in einer oberösterreichischen Gemeinde. Er hat mit seiner Lebensgefährtin mehrere Kinder und trifft sich regelmäßig mit acht ebenfalls liierten Priestern. „Es gibt aber noch genügend andere, die ich kenne, die unser Schicksal teilen“, sagt er. In seiner Pfarre seien das Verhältnis mit einer Frau und die gemeinsamen Kinder kein Geheimnis und „auch kein Problem“.
Eine offizielle Stellungnahme traut sich Werner K. nicht abzugeben: „Wir wollen Pfarrer Friedl unterstützen, müssen aber aufpassen, dass wir uns dabei nicht selber abschießen. Deshalb werden wir uns wahrscheinlich anonym an Bischof Schwarz wenden.“ In Österreich gibt es rund 700 Priester, die gegen den Zölibat, also die Ehelosigkeit von Priestern, verstoßen und deshalb ihr Amt verloren haben.
Aus Liebe Amt niedergelegtEiner davon ist Franz Gratzer aus Gallneukirchen. Der 50-Jährige hat vor rund 15 Jahren sein Amt als Kaplan niedergelegt und eine geschiedene Frau geheiratet. Sein Problem sei die Verknüpfung zwischen Priestertum und Pflichtzölibat gewesen. „Ich wollte nicht vereinsamen, wie viele Priesterkollegen im Alter“, sagt Gratzer. Sein Umzug vom Pfarrhof in die Wohnung seiner Freundin sei „pikant“ gewesen.
Gratzer: „Ich habe viele positive Reaktionen aus der Bevölkerung bekommen, ich war das Opfer, meine Frau die Böse. Auch die Kinder mussten anfangs leiden.“ Bereut habe er seinen Schritt nie, seinen Gottesglauben nicht verloren.
Der heutige Musiklehrer hat für Pfarrer Friedl Verständnis: „Er war ehrlich, ob seine Offenheit auch gescheit war, wage ich zu bezweifeln, denn die Kirchenoberen sind ziemlich engstirnig.“
Wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. (1 Joh.13)
manche priester werden halt beides tun. mit wort und zunge lieben, als auch mit taten
lassts doch hochwürden friedl in ruh. zum ersten war er ohnehin ehrlich mit seinem "geständnis" - ehrlicher als so manche verheirateteR scheinheiligeR, der/die nach geleisteten "büro-überstunden" am sonntag wieder brav mitbetet.
wems net recht is, soll halt aus der kirche austreten, seinen glauben muss ma net unbedingt in der kirche zu schau stellen, gibt genug andere möglichkeiten...
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