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Oberösterreich

Gedenkstätte des ehemaligen KZ Mauthausen beschmiert

LINZ. Die Außenmauer der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen in Oberösterreich ist beschmiert worden. Große Lettern rufen zu einem „Kreuzzug“ gegen Muslime auf. Das „Mauthausen Komitee Österreich“ vermutet die Täter in rechtsradikalen Kreisen.

Die Beschmierung „WAS UNSEREN VÄTERN DER JUD IST FÜR UNS DIE MOSLEMBRUT SEID AUF DER HUT! 3. WELTKRIEG - 8. KREUZZUG“ wurde an der Außenmauer links vom Eingang zur Gedenkstätte angebracht. Die rund 70 Zentimeter großen Buchstaben sind dort weithin sichtbar.

Der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich Willi Mernyi berichtet, die Schmieraktion dürfte bereits in der Nacht zum Donnerstag verübt worden sein. Weil sie in der Zeit zwischen 20.00 und 7.00 Uhr und „nicht irgendwo - etwa an einer Unterführung“, sondern an der Gedenkstätte Mauthausen durchgeführt wurde, seien wohl nicht spontan agierende „blede Buam“, sondern  gut vorbereitete Täter am Werk gewesen. Diese müssten unter anderem mit Licht und Farbe ausgestattet vorgangen sein.

„Rechtsradikale Provokateure“

Für Mernyi handelt es sich „rechtsradikale Provokateure“. Die Wortwahl zeige, dass die Täter mit der Diktion von NS-Hetzblättern vertraut seien. Die Schmieraktion bedeute eine „ganz neue Dimension des Rechtsextremismus“. Gegen die unbekannten Täter sei Anzeige erstattet worden.

Eine Reinigungsfirma soll die Farbe entfernen. Dazu sind aber Plusgrade notwendig. Bis dahin soll die Schrift mit einem Fassadennetz verhängt werden. Der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl bestätigte die Anzeige. Die Ermittlungen seien im Gange. Es gebe aber noch keine konkrete Spur zu den Tätern. Er ersuchte die Bevölkerung um zweckdienliche Hinweise über eventuelle Beobachtungen.

Im KZ Mauthausen und seinen Nebenlagern haben die Nationalsozialisten rund 200.000 Menschen gefangen gehalten. Etwa die Hälfte von ihnen überlebte diese Vernichtungsmaschinerie nicht. Die Lager dienten nicht nur der Inhaftierung und Disziplinierung von politischen Gegnern sowie sogenannten „Asozialen“ und Kriminellen. Hier wurden auch ausländische Häftlinge aus Europa und sogar Übersee, Kriegsgefangene, Juden sowie Roma und Sinti interniert. Unter den Eingesperrten waren alle politischen Gruppierungen, gesellschaftlichen Schichten und religiösen Gemeinschaften vertreten.

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Wer war's? · von unbekannt (1) · 17.02.2009 19:23 Uhr

Was mich bei solchen Aktionen immer frage, ist, wie die Schaden- / Nutzenbilanz aussieht.
Was hätte rechtsradikaler Mob von solch einer Propagandaaktion? Niemand kann so dumm sein, dass er nicht erkennt, dass hier der Schaden größer als der Nutzen ist.
Von gegenüber sieht es da ganz anders aus:

Gefahr der Entdeckung = gering,
Schaden für den Gegner = riesig,
Anerkennung der AntiFa = nachgewiesen.

Mich tät interessieren, wie viel von diesen Sprühferkeln als Täter aufgeklärt werden. Und vor allem, welches Motiv sie antrieb.

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Bitte, bitte · von klaus9951 (2760) · 16.02.2009 08:23 Uhr

gebt doch den "schmierenden Teppen" keine Plattform wie Kerzerlmärsche etc. Dann erledigt sich das von selber! Staft die Nazideppen doch einfach mit Ignorieren!

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@klaus9951 Ganz deiner Meinung · von hopfo (2396) · 16.02.2009 09:04 Uhr

Dieses Nazi-Thema ist etwas ganz Eigenes. Ich vergleich's gerne mit dem Standard-Schach. Über Jahre eignen sich Leute ein "Wissen" an, dass sie dann bei "Gähn-Diskussionen" Zug um Zug fahren. (400x das gleiche Damen-Gambit, und beim 401ten Mal ändert sich etwas im 15ten Zug grinsen)
Naja, vielleicht bin ich noch zu jung, um ein Leben in der Vergangenheit verstehen zu können grinsen

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Artikel 13. Februar 2009 - 18:46 Uhr
apa/nachrichten.at
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