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Oberösterreich

Zwei Taucher starben im Attersee - Prager barg verunglückten Bruder

STEINBACH/ATTERSEE. Wieder zwei Tote bei einem Tauchunfall an der „Schwarzen Brücke“ im Attersee: Ein junger Tscheche hatte plötzlich Probleme, sein Tauchpartner starb beim vergeblichen Versuch, ihn zu retten. Schock für einen Prager: Er fand seinen leblosen Bruder in 30 Meter Tiefe.

Zwei Taucher starben im Attersee Prager barg verunglückten Bruder

Gedenkkreuz für verunglückte Taucher Bild: Helmut Klein

Das Tauchrevier „Schwarze Brücke“ in Steinbach am Attersee ist wegen seines speziellen Lichteinfalls und einer Steilwand bei Tauchern aus dem In- und Ausland besonders beliebt. Am Sonntagnachmittag stiegen drei Teams einer achtköpfigen Tauchergruppe aus Tschechien bei schönem Wetter in das elf Grad kalte Wasser.

Jan R. (34) aus Prag und Vladimir S. (22) aus Hradec starteten gegen 15.40 Uhr den letzten Tauchgang. Karl Lammer von der Polizeiinspektion Unterach: „Die beiden Männer waren ausgebildete Taucher und verfügten über eine gute Ausrüstung. Sie wollten höchstens 30 Meter tief tauchen. In einer Tiefe von 25 Metern hatte der 22-Jährige vermutlich ein Problem mit dem Atemregler der Pressluftflasche. Diese war nach seiner Bergung leer. Die Unfallursache kann nur ein Sachverständiger klären.“

Jan R. habe offenbar vergeblich versucht, dem jüngeren Kollegen zu helfen und dann beim Aufstieg einen Lungenriss erlitten. Auch seine Pressluftflasche war fast leer. Kurz nach 17 Uhr wurde der leblose 34-Jährige von seinem Bruder Petr R. (38) in einer Tiefe von 30 Metern gefunden und an die Wasseroberfläche gebracht. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Vladimir S. wurde gegen 21.45 Uhr von zwei Tauchern des Sondereinsatzkommandos Cobra tot geborgen. Er lag in 30 Meter Tiefe auf einem Vorsprung der Felswand. Einsatzleiter Gerhard Pucher von der Wasserrettung: „Wir hatten zuvor den Verunglückten mit einem Sonarfunkgerät lokalisiert und eine Markierungsboje gesetzt. Der Einsatz war schwierig. In der Dunkelheit und bei diesen Tiefen kann man sich relativ schwer orientieren.“

 

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Artikel Friedrich Salmen 25. Oktober 2011 - 00:04 Uhr
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