Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 28. April 2017, 00:32 Uhr

Linz: 4°C Ort wählen »
 
Freitag, 28. April 2017, 00:32 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Wolfgang Freiseisen: Die ordnende Hand in der Datenflut

Ohne Wolfgang Freiseisen würde es die OÖN-Verkehrsapp LisiGo nicht geben.

Wolfgang Freiseisen,Geschäftsführer RISC   Bild: (Alexander Schwarzl)

Die Datenmengen, mit denen sich die Mathematiker, Software-Architekten und Web-Entwickler der Forschungseinrichtung RISC beschäftigen, übersteigen das Fassungsvermögen eines einzelnen Menschen. Ohne Experten wie Freiseisen wäre die neue OÖN-Verkehrsapp LisiGo nicht umsetzbar gewesen. Seit 2001 steht Freiseisen der RISC Software GmbH als Geschäftsführer vor. 16 Jahre als Geschäftsführer bei derselben Firma ist in der schnelllebigen Informatikbranche nicht weniger als eine kleine Ewigkeit.

Mehr zu LisiGo

Bereits als Student arbeitete er an RISC-Forschungsprojekten mit. Damals beschäftigte er sich mit – man höre und staune – der Optimierung der Rübenlogistik in Oberösterreich. "Mitte der 90er-Jahre war ein solches Projekt Neuland. Die zentrale Frage war, wie können die Kosten minimiert werden, was sind die optimalen Transportwege, wo soll umgeladen werden?", sagt der zweifache Vater. Auch mehr als 20 Jahre nach dem Projekt wird die Planung der Rübenernte mancherorts noch mit diesem alten Algorithmus durchgeführt.

Im Kampf um Informationshoheit ist die RISC die Speerspitze des Landes Oberösterreich: "Es geht darum, zur Infrastruktur auch die Informationshoheit zu haben. Oberösterreich sollte nicht von internationalen Konzernen abhängig sein, wenn es etwa um Verkehrsdaten geht", sagt der 50-Jährige. Vereinfacht gesagt: Wer die Straßen hat, sollte auch wissen, wie sie benutzt werden.

Ein Jahr lang arbeiten er und seine Mitarbeiter an der OÖN-Verkehrsapp LisiGo. Dabei stand vor allem die Benutzerfreundlichkeit im Mittelpunkt: "Ein erster Prototyp war schnell programmiert. Die internen und externen Tests dauern dann viel länger." Bis LisiGo von allen technischen Kinderkrankenheiten geheilt war, waren viele Probeläufe notwendig. Die Mühe hat sich gelohnt. Das Endprodukt kann sich sehen lassen. LisiGo besticht durch Einfachheit. "Das Ziel war – salopp gesagt – dass auch jede Großmutter das Programm bedienen kann."

 

Kommentare anzeigen »
Artikel Philipp Hirsch 14. März 2017 - 00:04 Uhr
OÖN-TV
3 Fragen zu ... LisiGo

3 Fragen zu ... LisiGo

Weitere Themen

Clan-Bildung und kaum Deutsch: Das Integrationsproblem der Tschetschenen

LINZ. Auch bei türkischen Gruppen gilt es laut Rudi Anschober (Grüne) einiges aufzuholen.

Medizin-Fakultät: Zurück an den Start bei zwei Professuren

LINZ. Zurück an den Start heißt es für die Medizin-Fakultät der Linzer Johannes-Kepler-Universität (JKU) ...

Fall Filloreta: Nun wird geprüft, ob Abschiebung zumutbar ist

TIMELKAM. Im Fall Filloreta stehen nun die wichtigsten Tage an, sagte gestern der Rieder Anwalt Benno ...

Explosionsgefahr durch angebohrte Gasleitung

Eine Gasleitung wurde Donnerstagnachmittag bei Bauarbeiten in einem Haus in Buchkirchen (Bezirk Wels-Land) ...

In Linz soll der Verkehr selbst das Licht aufdrehen

LINZ. In Linz soll künftig der Verkehr selbst das Licht der Straßenlaternen aufdrehen.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!