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Oberösterreich

Wer zahlt wie viel für neue Donaubrücke in Linz?

LINZ. 50:50, 60:40 oder anders: Wie werden sich Land und Stadt die Errichtungskosten für die neue Linzer Donaubrücke aufteilen? Das diskutieren seit Donnerstagfrüh Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) und Bürgermeister Klaus Luger (SP) in einer ersten Verhandlungsrunde.

Wer zahlt wie viel für neue Donaubrücke in Linz?

So soll die Brücke aussehen. Bild: (Mimram)

Dass es nicht die letzte sein wird, davon geht Luger aus. Geht es nach dem üblichen Verlauf von Verhandlungsritualen werde es nach diesem Gespräch wohl noch kein Ergebnis geben.

Es geht um rund 60 Millionen Euro. So viel kostet das Bauwerk, das die abgerissene Eisenbahnbrücke ersetzen und im August 2020 für den Verkehr freigegeben werden soll. Im November soll die Einreichplanung für die Brücke fertig sein, über die, wie berichtet, auch eine neue, schmälere Mühlkreisbahn geführt werden soll.

Investitionen in Mühlkreisbahn?

Unterdessen widersprechen die ÖBB Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP). Der hatte im OÖN-Interview gesagt, die ÖBB hätten "kein besonderes Interesse an Investitionen" in die Mühlkreisbahn. "Die ÖBB hatten Ende 2012 ein fixfertiges Paket mit dem Land Oberösterreich geschnürt, bei dem 260 Millionen Euro in die oberösterreichischen Regionalbahnen, darunter die Mühlkreisbahn, hätten investiert werden sollen", sagt Pressesprecher Karl Leitner. Dabei hätten sich Land und ÖBB die Kosten 50:50 teilen sollen. "Diese Lösung wurde vom Land damals widerrufen", sagt Leitner. Im Land weist man darauf hin, dass das damals im Paket mit einer allfälligen Übernahme der Nebenbahnen verhandelt worden sei.

VP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer fordert Steinkellner auf, rasch eine Finanzierungs- und Detailplanung für sein Lightrail-Projekt der Mühlkreisbahn vorzulegen. In der Zwischenzeit müsse die Attraktivierung der derzeitigen Bahn rasch in Angriff genommen werden. "Da muss man auch den Bund und die ÖBB in die Pflicht nehmen", sagt Hattmannsdorfer.

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Artikel OÖN 20. Oktober 2016 - 00:04 Uhr
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