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Oberösterreich

Wer zahlt wie viel für Brücke? Stadt und Land verhandeln weiter

LINZ. Ihr Fehlen ist mittlerweile zum Symbol für die Versäumnisse der Verkehrspolitik im Linzer Zentralraum in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten geworden.

Wer zahlt wie viel für die neue Brücke? Stadt Linz und Land verhandeln weiter

Seit dem Abriss der alten Eisenbahnbrücke sind Monate vergangen. Von der neuen Brücke fehlt noch jede Spur. Bild: Alexander Schwarzl

Seit dem Abriss der Eisenbahnbrücke hat sich die Stausituation in und um Linz noch zusätzlich verschärft.

Die neue Donaubrücke, die an ihre Stelle treten und bis Herbst 2020 fertiggestellt sein soll, wird deshalb von den Staugeplagten sehnlichst erwartet. Doch sie steht, was ihre Finanzierung betrifft, noch auf schwachen Beinen.

Es schaut nicht so schlecht aus

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen den Teams von Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) und dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) ging gestern Nachmittag jedenfalls wieder ohne Ergebnis zu Ende. Wie schon vor knapp zwei Wochen. Damit bleibt weiterhin die Frage offen, in welchem Verhältnis sich die Stadt Linz und das Land Oberösterreich die 60 Millionen Euro für den Neubau aufteilen werden. Es sehe aber nicht so schlecht aus, war der Tenor nach der Gesprächsrunde.

Dass beide Seiten ihren Beitrag für dieses wichtige Verkehrsprojekt leisten werden, daran besteht grundsätzlich auch kein Zweifel, hieß es gestern. Man sei sich auch durchaus näher gekommen. Vor Weihnachten sei eine Einigung noch möglich. Diese Einschätzung Lugers vor dem ersten Gespräch hat offenbar weiterhin Gültigkeit. Ende November soll es einen dritten Gesprächstermin geben.

Knackpunkt ist der prozentuelle Anteil des Landes. Pühringer will 40 Prozent der Kosten für die neue Brücke übernehmen, Luger wären zumindest 45 Prozent Landesanteil lieber, womit immer noch 55 Prozent der Investitionssumme von der Stadt Linz aufzubringen wären. Angesichts eines zu erwartenden Beitrages des Bundes in der Höhe von zehn Prozent würden dann Land und Stadt wieder gleich viel zur neuen Brücke beitragen, die sowohl von Pendlern wie von Linzern benutzt wird.

Zudem wird die zweite Schienenachse darüber geführt, zu der das Land bereits 45 Prozent der Kosten – ohne Brücke – beiträgt.

Wie bei Verhandlungen üblich, gibt es offenbar einige Zusätze, die nichts mit dem Projekt an sich zu tun haben. Nachdem in Linz zuletzt auch Stimmen laut geworden sind, die einen Ausstieg aus der Finanzierung des Kepler-Klinikums in Aussicht gestellt haben, soll Pühringer hier für längerfristige Garantien der Mitfinanzierung der Stadt sein. Dies gelte auch für den Musiktheatervertrag. Eine Fusion von Energie AG und Linz AG, die auch immer wieder auf der Gerüchtebörse auftaucht, sei aber kein Thema bei den Brückenverhandlungen, hieß es.

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Artikel Reinhold Gruber 04. November 2016 - 00:04 Uhr
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