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Oberösterreich

WM-Sieg mit alten Panzern

Aus der Welser Hessenkaserne kommen die weltweit besten Panzer-Crews

Famler

Minister Doskozil ehrt Welser Panzer Crews Bild:

Wels. Die besten Panzersoldaten Europas kommen aus Wels. Wie berichtet, errang das in der Welser Hessenkaserne stationierte Panzerbataillon 14 vor kurzem in Grafenwöhr (Deutschland) den ersten Platz bei der „Strong Europe Tank Challenge“ (SETC). Das 30-köpfige Team der Welser „Hessen“ konnte sich gleich beim ersten Antreten gegen Nationen wie USA, Frankreich, den Gastgeber Deutschland,  Polen und die Ukraine durchsetzen.  Acht von zwölf Einzelbewerben gingen an die vier Panzer-Crews aus Wels.  Bei den restlichen  Disziplinen belegten die österreichischen Soldaten viermal den zweiten Platz. 

„Man sieht, was unser Bundesheer leisten kann“, betonte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SP)  beim  heutigen Besuch der  Hessenkaserne. Der Minister war extra nach Wels angereist, um jedem der Teilnehmer eine Urkunde zu überreichen.  

 Die Österreicher hatte bei der inoffiziellen  Weltmeisterschaft der Panzer-Streitkräfte niemand  auf der Favoritenliste: “Wir  haben uns einen Platz im Mittelfeld ausgerechnet“, sagt Delegationsleiter, Major Christian Brunmayr. Der Sieg gelang mit vier Leopard 2A4, dem ältesten Material aller sechs Teilnehmerländer. „Während die meisten anderen Panzer mit Rückfahrkameras ausgerüstet waren, verwendeten wir  ein Spiegelsystem, die für den Wettbewerb auch noch  adaptiert werden musste“, schildert der Ausbildungsoffizier.

Neben Präzisionsschießen und -fahren standen Aufgaben wie eine Panzerbergung unter ABC-Bedingungen und die Verwundetenversorgung auf dem Programm. Als Erfolgsfaktor wertet Major Brunmayr die dreimonatige Vorbereitungszeit und die Tatsache, dass sich seine Mannschaft mit dem Organisationsteam in Englisch verständigen konnte. 

Der Sieg in Deutschland bedeutet auch dem Minister viel: “Dieser Erfolg ist etwas Besonderes und kann uns stolz machen.  Man sieht, dass es nicht immer darauf ankommt, welches Gerät man hat. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Ausbildung“, so Doskozil.

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Artikel Von Erik Famler 19. Mai 2017 - 15:44 Uhr
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