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Oberösterreich

Vortrags-Abbruch: Landesschulrat unterstützt Lehrer

LINZ. Nachdem ein Vortrag des Extremismus-Experten Thomas Rammerstorfer Anfang März am Linzer BORG nach einem Anruf von FP-Mandatar Roman Haider abgebrochen worden war, liegt nun der Bericht des Landesschulrats über den Vorfall vor. Laut dem Bericht sei der Vortrag "ausgewogen gewesen".

Im Borg Honauerstrasse in Linz war es zu dem umstrittenen Abbruch gekommen Bild: vowe

Der Bericht bestätigt, was OÖN-Leser bereits wissen. Der Vortrag wurde tatsächlich wegen dem Anruf Haiders unterbrochen. In Gesprächen nach dem Abbruch gaben die Schüler jedoch an, dass der Vortrag „neutral“ gewesen sei. Haider hatte kritisiert, dass Rammerstorfer gegen die FPÖ gehetzt haben soll. Diese Auffassung bestätigt der Landesschulrat nicht. 

Der Vortragende habe ein „differenziertes Bild“ gezeichnet und sei auch immer wieder auf die Aspekte des Linksextremismus und des religiös motivierten Extremismus eingegangen. Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) sagt: „Der Bericht zeigt eindeutig die Korrektheit des Vortragenden und dass das eigentliche Problem der Abbruch war.“

Für FP-Landesparteisekretär Erwin Schreiner zeigt der Bericht, dass es „notwendig ist, bei den Direktoren und Lehrern ein Bewusstsein für die politische Dimension solcher Veranstaltungen zu schaffen“.

 

Auch der umstrittene Teil des Vortrags, der sich mit den Burschenschaften beschäftigte, sei im Einklang laut Landesschulrat mit den Unterrichtsprinzipien gewesen. Der Landesschulrat kündigt an, dass der Vorfall bei der nächsten Direktoren-Dienstbesprechung thematisiert werden soll. Ein wesentlicher Punkt in dieser Besprechung wird sein, dass “durch Anrufe oder sonstige Interventionen von Dritten, ein laufender Unterricht nicht abzubrechen ist“ heißt es in dem Bericht.

 

SP-Vorsitzende Birgit Gerstorfer sagt zu dem Bericht: „Ich hoffe, dass dem massiven Versuch der parteipolitischen Einflussnahme der FPÖ damit ein Riegel vorgeschoben wurde.  

 

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Artikel 08. Mai 2017 - 17:55 Uhr
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