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Oberösterreich

Vize-Weltmeister der Biersommeliers

Felix Schiffner vom Biergasthaus in Aigen-Schlägl holte die Silbermedaille.

Felix Schiffner   Bild: Doemens

In den Adern der Familie Schiffner muss Bier fließen. Karl Schiffner vom gleichnamigen Biergasthaus aus Aigen-Schlägl hat bereits vor acht Jahren den ersten Weltmeistertitel der Biersommeliers errungen. Sein Sohn Felix wurde vergangenen Sonntag Vize-Weltmeister. „Ich weiß was es heißt, stolz zu sein“, sagt der Vater, der bei seiner Teilnahme vor acht Jahren nicht so nervös gewesen ist, wie beim Finale des Filius. „Überglücklich, super, das Niveau war extrem hoch“, beschreibt sein Sohn Felix die Stimmung. 70 Teilnehmer aus 16 Nationen ritterten in München um den Sieg. In der Vorrunde galt es, verschiedene Bierstile und Bierfehler zu erkennen. Zudem mussten die Teilnehmer inhaltliche Fragen über Brautechnologie, Rohstoffe oder Brauhistorie beantworten. Im Halbfinale mussten die zehn verbliebenen Kandidaten ein Guinness vor der Jury analysieren und präsentierten. Im Finale durfte man sich eins von drei festgelegten Bieren aussuchen und musste dieses kommentieren. Felix Schiffner entschied sich für den Bourbon County Barley Wine von Goose Island. Ein Starkbier, welches 20 Monate in einem 35-jährigen Whiskeyfass gereift ist. „Man schmeckt Vanillenoten vom Eichenholz, es ist komplex, ölig, kräftig, hat über 10 Prozent Alkohol. Ich würde es zu Kaiserschmarren mit Zwetschkenröster empfehlen“, sagt der Vize-Weltmeister, dem die Liebe zu Bier in die Wiege gelegt worden ist. „Seitdem ich Bier trinken darf, genieße ich es“, sagt Schiffner.

Seit einem Jahr ist er bei der Brauerei Stiegl als Braumeister beschäftigt. Lieblingsbier gibt es keines für ihn, denn Bier ist für ihn anlassbezogen. Öfters trinkt Schiffner kräftige Biere wie Imperial Stouts, Double IPAs oder Barley Wines. Zum Fußball wird aber auch gerne ein Helles geöffnet.

Versucht Schiffner Junior in zwei Jahren den Weltmeistertitel, wie sein Vater zu holen? Felix lacht und sagt: „Ich bin froh, dass mein Vater nicht im Finale war – denn er ist schon sehr gut. Aber ich werde nicht nachlassen und habe noch mehr Motivation, mitzumachen.“

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Artikel Philipp Braun 12. September 2017 - 00:04 Uhr
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