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Oberösterreich

Vierbeiniger Schutzengel: Spürnase rettete Innviertler vor dem Kältetod

SANKT PANTALEON. Gleich mehrere Schutzengel hatte am Wochenende ein 43-jähriger Mann aus dem Bezirk Braunau. Bei minus elf Grad legte er sich im Schnee nieder und schlief ein. Sein großes Glück war, dass er relativ rasch entdeckt wurde.

Vierbeiniger Schutzengel: Spürnase rettete Innviertler vor dem Kältetod

Ein geniales Gespann: Der 49-jährige Ivica Simic aus St. Pantaleon und sein Vierbeiner Micki. Bild: Pressefoto Scharinger / Daniel Scharinger

Der 49-jährige Ivica Simic und sein Vierbeiner Micki wurden für den vermutlich stark alkoholisierten Innviertler zu Lebensrettern. Gegen 20.20 Uhr entdeckten Hund und Herrl in der Nähe des Bahnhofs Trimmelkam den Mann. Der gebürtige Kroate, der übrigens auch bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, verständigte sofort Rettung und Polizei.

Lebensbedrohliche Situation

Es war wohl Rettung in letzter Minute. Der „Schlafplatz“ des Mannes war von der Hauptstraße nicht einsehbar.

„Bei den frostigen Temperaturen wäre es binnen kurzer Zeit zu einer lebensbedrohlichen Situation gekommen“, ist man bei der Exekutive überzeugt. Nach der ärztlichen Erstversorgung wurde der 43-Jährige von einem Taxi in seine Wohnung gebracht.

„Es war reiner Zufall, dass wir den Mann gefunden haben. Ich bin fast jeden Tag mit meinem Hund unterwegs. Allerdings haben wir ein paar verschiedene Routen, die wir am Abend gehen. Ich bin an diesem Tag von einer Geschäftsreise aus Kroatien heimgekommen. Mein Micki hat mich schon erwartet und freute sich schon auf einen ausgedehnten Spaziergang. Nach eineinhalb Stunden Gassi gehen ist der Hund urplötzlich richtiggehend ausgerastet“, schildert Ivica Simic die Situation. Der Mann lag hinter einem Busch und wäre ohne den neun Monate alten Labrador-Sennermischling wohl nicht gefunden worden. „Ich wohne schon seit mehr als 20 Jahren hier und kenne die örtlichen Gegebenheiten. Die Hauptstraße liegt wesentlich höher als die Stelle, an der wir den Mann gefunden haben. Vorbeifahrende Autos hätten ihn auf gar keinen Fall gesehen. Der Hund ist eigentlich der große Held, ich habe nur die Einsatzkräfte alarmiert“, spart der Gastwirt und Metzger nicht mit Lob für seinen „Micki“.

Puls war noch fühlbar

„Ich habe nachgeschaut und den Puls gefühlt. Anfangs wusste ich nicht, was wirklich passiert ist. Gekannt habe ich den Mann nicht. Er hat keine Handschuhe getragen, die Hände waren schon leicht blau. Er war nicht ansprechbar und hat am Anfang überhaupt keine Reaktion gezeigt. Ich war froh, als die Rettung gekommen ist“, schildert Ivica Simic die ersten bangen Minuten.

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Artikel Josef Schuldenzucker 21. Januar 2013 - 00:17 Uhr
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