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Oberösterreich

„Vielfalt ist für mich eine Bereicherung“

Marie Mayrhofer ist Vorsitzende der 19.000 Jungscharkinder und Ministranten

Marie Mayrhofer   Bild: privat

Engagement für andere hat für mich keinen Tauschwert“, sagt Marie Mayrhofer, „das sind unbezahlbare Erfahrungen für mein Leben.“ Die 22-jährige Ennserin ist seit wenigen Tagen gemeinsam mit Jakob Haijes (23) aus Kirchdorf und Georg Muggenhuber (27) aus Krenglbach Vorsitzende der Katholischen Jungschar der Diözese Linz. Sie folgt in dieser Funktion der Linzerin Isabella Pötzelberger (28) nach und vertritt damit die rund 19.000 Jungscharkinder und Ministranten ebenso wie die 2500 Gruppenleiter der Jungschar.

Mayrhofer wuchs als jüngste von drei Schwestern in Österreichs ältester Stadt auf. Schon ihre Eltern waren der Pfarre Enns/St. Laurenz sehr verbunden und so fand sie bereits im zarten Alten von sieben Jahren zur Jungschar. „Mit 15 habe ich die Gruppenleiter-Grundschulung gemacht und bald darauf eine eigene Gruppe gehabt“, sagt sie.

Gleich nach der Matura im Musikzweig des Linzer Stifter-Gymnasiums ging die Ennserin für ein Jahr als Volontärin in einem Kinder- und Jugendprojekt der Salesianer Don Boscos nach Tijuana in Mexiko. „Dieses Jahr hat mich sehr geprägt“, sagt Mayrhofer, die derzeit in Wien das Lehramtsstudium für Englisch, Geschichte und Chemie absolviert: „Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, und bin sensibler für die Bedürfnisse anderer geworden.“ Zudem engagierte sie sich im Jugendzentrum „Sale für Alle“, bei „Jugend eine Welt“ und bei „YoungCaritas“.

„In der Jungschar ist jeder willkommen, der mitmachen will. Wir alle bringen etwas Besonderes und Einzigartiges mit“, sagt Marie Mayrhofer, „das ist genau das, was die Jungschar so schön und spannend macht.“ Die positive Entwicklung der Kinder und deren Bewusstseinsbildung für ein humanistisches Weltbild sei ihr in ihrer neuen Funktion besonders wichtig. „Die Angst vor dem Unbekannten nimmt derzeit zu“, sagt Mayrhofer, „wir sollten dennoch zuversichtlich in die Zukunft gehen. Vielfalt darf nicht als Bedrohung angesehen werden, sondern als Chance für Bereicherung.“

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Artikel Gerald Winterleitner 10. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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