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Oberösterreich

Unerschütterlich im Wiederaufbau

Schwertbergerin erlebte vor einem Jahr das verheerende Erdbeben in Ecuador.

Klara Maria Falzberger,Die Schwertberger Ordensschwester lebt seit 20 Jahren in Ecuador Bild: Hauser

Ihre Wurzeln sind im Unteren Mühlviertel, doch seit 20 Jahren lebt und arbeitet Klara Maria Falzberger in Ecuador. Hier ist die Schwertbergerin vor allem für den Betrieb mehrerer Schulen verantwortlich, die ihr Orden in dem Land am Äquator betreibt. Heute sind ihr Organisationstalent und ihr Einsatz mehr denn je gefragt. Denn der Wiederaufbau im Land, das am Sonntag vor einem Jahr von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde, fordert Falzbergers ganze Kraft.

„Leider sind bei dem Erdbeben 15 unserer Schüler ums Leben gekommen. Viele wurden obdachlos und leben seither in anderen Landesteilen“, schildert die zierliche, aber willensstarke Frau. Derzeit gilt ihr Einsatz vor allem dem Wiederaufbau der teilweise völlig zerstörten Schulgebäude. „Unser Gymnasium in Rocafuerte muss von Grund auf neu gebaut werden. Andere Standorte hat es gottlob nicht so schlimm erwischt. Da konnten wir mit Instandsetzungsarbeiten schon viel erreichen.“ Die Zeit beim Wiederaufbau drängt, denn das Leben und Unterrichten in Baracken ist bei Temperaturen von 39 bis 42 Grad vor allem eine hygienische Herausforderung. Ein Hochwasser kurz nach dem Jahreswechsel sowie die politische Unsicherheit rund um die Präsidentschaftswahl erschwerten den Wiederaufbau.

Aber all das sind Probleme, von denen sich die Mühlviertlerin nicht so schnell entmutigen lässt. Das liegt auch an den zahlreichen Unterstützern, die sie nach wie vor in ganz Oberösterreich hat. „Schon kurz nach dem Erdbeben gab es in meiner Heimat eine Welle der Hilfsbereitschaft, die ich in diesem Ausmaß nicht erwartet hätte“, sagt Falzberger im OÖN-Gespräch. Vor allem die österreichischen Paten-Familien ihrer Schützlinge, aber auch Firmen aus dem Mühlviertel haben dazu beigetragen, die schlimmste Not zu lindern. Diesen Rückhalt spürt Falzberger auch in diesen Tagen des Wiederaufbaus.

 

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Artikel Bernhard Leitner 19. April 2017 - 00:04 Uhr
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