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Oberösterreich

Überflutungen, Sturmschäden: Rund 1000 Feuerwehrkräfte im Einsatz

OBERÖSTERREICH. Heftige Gewitter und Starkregen haben seit Dienstagnachmittag im ganzen Land zu unzähligen Überflutungen und Sturmschäden geführt. Rund 1000 Kräfte von 102 Feuerwehren waren im Einsatz. Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt.

(Symbolbild) Bild: laumat.at / Matthias Lauber

"Im Vergleich zu den Vorfällen in der Steiermark sind wir mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Eduard Paireder, diensthabender Offizier im Landesfeuerwehrkommando Mittwochfrüh den OÖNachrichten. Die Zahl der Einsätze in Oberösterreich habe es dennoch in sich gehabt: Alleine in der Zeit zwischen dem späten Dienstagnachmittag und dem frühen Abend sowie dann wieder ab den späteren Nachtstunden habe es insgesamt 102 Einsätze im ganzen Land gegeben.

Video: In Gutau im Mühlviertel geriet am frühen Abend während eines Gewitters ein Netzspannwerksgebäude in Vollbrand. Neun Feuerwehren waren im Einsatz. Grund für den Brand könnte ein Blitzeinschlag gewesen sein.

Die Gewitter samt einhergehender Schäden haben sich zunächst auf die Region im Innviertel auf die Ortschaften Schärding, Suben sowie St. Florian am Inn konzentriert, ehe diese weiter nach Grieskirchen und dann über Vöcklabruck zogen, sagte Paireder. Die Ausläufer der Gewitterzellen zeigten sich schließlich auch noch in Eferding, Freistadt und Perg. 

Foto: Feuerwehreinsatz der FF Schärding

Die sintflutartigen Regenfälle am späten Dienstabend hinterließen auch in Andorf Spuren. Ab 22 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Andorf  im Zehn-Minuten-Takt zu insgesamt acht Überflutungseinsätzen  gerufen, die sich allesamt auf den Süden des Andorfer Ortszentrums konzentrierten. Den überfluteten Kellern rückten die insgesamt 22 Feuerwehrkameraden mit Tauchpumpen und Nasssaugern zu Leibe. Die FF Andorf war bis nach Mitternacht im Einsatz

Starkregen 

Neben 13 Sturmschäden haben vor allem 89 Überflutungen die Helfer zum Teil intensiv beschäftigt. Hauptursache waren zum Teil starke Gewitter und zahlreiche Starkregen-Güsse, die unter anderem zu überfluteten Kellern, Garagen und Einfahrten führten.

"Das Problem war, dass die Böden auf einmal nicht so viel Wasser aufnehmen konnten", sagte Paireder. Hintergrund ist, dass die Felder und Wiesen - wie berichtet - nach der wochenlangen Trockenperiode derart ausgetrocknet sindund die Speicherung von Regenwasser daher länger dauern wird. So musste einerseits versucht werden, das Wasser abzuleiten sowie Sandsäcke als Barrikaden aufzubauen. Andererseits rückten die Kräfte auch aus, um Keller auszupumpen und mit Hilfe von Nasssaugern die Räume zu trocknen. Auch wurden  umgefallene Bäume von Straßen beseitigt.

Video: Schwere Unwetter in ganz Österreich

Noch keine Entwarnung 

Es sei aber noch zu früh, um eine Entwarnung auszusprechen, sagte Paireder. "Die Lage ist jetzt noch gleichbleibend. Heute werden sicher noch einige regionale Gewitter niedergehen." 

Bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter hatte ZAMG-Meteorologin Yasmin Markl bis Donnerstagfrüh vorausgesagt. Am meisten betroffen sind die Nordstaulagen der Alpen – vom südlichen Innviertel über das Salzkammergut bis in die Pyhrn-Priel-Region. In den übrigen Landesteilen werden bis zu 40 Liter zusammenkommen, hieß es. 

Auch am Mittwoch werden Gewitter und Starkregen noch in einigen Regionen Österreichs für Probleme sorgen, die ZAMG hat mehrere Wetterwarnungen ausgegeben. Im Osten und Süden Österreichs können sich stellenweise schwere Gewitter bilden, mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.

An der Nordseite der Alpen, vor allem vom Bregenzerwald über das Salzkammergut bis hin zum Mostviertel und ins Mariazellergebiet, sind nicht Gewitter das Problem, sondern starker Dauerregen. Hier regnet es größtenteils bis in die Nacht hinein ohne Pause. Muren und kleinräumige Überschwemmungen sind möglich.

Beruhigung ab Donnerstag

Am Donnerstag sind keine schweren Gewitter zu erwarten. Zeitweise regnet es noch, im Laufe des Tages lockern die Wolken dann etwas auf, und die Sonne kann hervorkommen. Es nicht mehr so warm wie in den letzten Tagen, mit Höchstwerten zwischen 16 und 22 Grad. Der Freitag bringt 20 bis 25 Grad und eine Mischung aus Sonne und Wolken. Vereinzelt können am Nachmittag Regenschauer entstehen, besonders im Bergland. Am Wochenende wird es mit 22 bis 28 Grad wieder etwas wärmer.

Am Samstag ist es in der Westhälfte Österreichs überwiegend sonnig und in der Osthälfte wechselhaft, mit Sonne, Wolken und gewittrigen Regenschauern. Der Sonntag dürfte dann überall unbeständiger verlaufen: zeitweise zeigt sich zwar die Sonne, aber auch Regenschauer und Gewitter können entstehen.

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Video: Dieses "Wetterphänomen" begeistert derzeit Zehntausende im Netz

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Artikel nieg 13. Juni 2018 - 07:59 Uhr
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